Netzkultur

Triggerwarnungen in TV und Internet – gut gemeint, aber nicht immer sinnvoll

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Warnhinweise kennen wir von Zigarettenpackungen. Zum Beispiel „“Rauchen kann tödlich sein.“ In letzter Zeit begegnen uns solche Warnungen zunehmend auch in der Medienwelt : Bei Serien und Instagram- Stories, vor Fernseh-, Radio- oder Podcastbeiträgen. Doch nicht immer sind sie sinnvoll.

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Triggerwarnungen sollen Nutzer im Vorfeld darauf hinweisen, worum es zum Beispiel in einer Serie geht, damit sie nicht von einer Szene überrascht oder vielmehr getriggert werden.

Trigger = Auslöser

Das Wort Trigger kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt so viel wie Auslöser. In der Psychologie beschreibt man mit Trigger einen Reiz, der dazu führen kann, dass jemand ein Trauma wieder durchlebt. Ein Kleidungsstück, ein Geräusch, ein Geruch oder eine Szene aus einem Film können traumatisierte Menschen triggern. Häufig haben die Betroffenen die Erlebnisse davor noch nicht verarbeitet oder verdrängt.

Warnungen werden beliebig eingesetzt

Deshalb wurde eingeführt, dass vor bestimmten medialen Beiträgen eine Triggerwarnung erscheint, um Menschen vor genau diesen Situationen zu warnen. Mittlerweile werden die Warnungen allerdings viel zu beliebig eingesetzt, kritisiert der Psychologe Thomas Weber, der das Zentrum für Trauma und Konfliktmanagement in Köln leitet.

"Wenn es um die Darstellung von sehr harter physischer und psychischer Gewalt geht, kann es durchaus Sinn machen, im Vorfeld eine allgemeine Warnung zu geben."

Nicht jedes Erlebnis ist ein Trauma

Gleichzeitig beobachte er zunehmend Fälle, in denen Triggerwarnungen seiner Meinung nach keinen Sinn machen. Das seien vor allem alltägliche Situationen. Die Folge: Die wirklich traumatisierenden Momente werden dadurch eher bagatellisiert.

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