Wort der Woche

Time Well Spent - erklärt von Bernhard Pörksen

STAND
INTERVIEW
Markus Brock

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Wie schafft man es in unserer digitalen Welt, das „echte“ Leben nicht aus dem Blick zu verlieren? Gar nicht so einfach, wenn wir ständig durch Klingeltöne und Push-Nachrichten abgelenkt werden. Oft ist uns gar nicht bewusst, wie viel Zeit wir täglich unnütz im Netz verbringen. „Time Well Spent“ heißt die Zauberformel, die hier Ausgleich schaffen soll. Ursprünglich eine Graswurzelbewegung, die als Gegentrend zu den Überredungs- und Unterbrechungstechniken der digitalen Welt ins Leben gerufen wurde von dem ehemaligen Google-Mitarbeiter Tristan Harris. Doch die Initiative wurde von den Tech-Konzernen „geschluckt“: Seit einigen Jahren bieten diese u.a. innovative Apps an, die den User*innen mehr Achtsamkeit in ihrem individuellen digitalen Verhalten ermöglichen sollen. Doch der Nutzen solcher Apps ist trügerisch. Indem man die Verantwortung individualisiere, so der Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen, würde verschleiert, dass sich das Problem der ständigen digitalen Verfügbarkeit nur auf der gesellschaftlichen Ebene lösen lässt.

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Markus Brock