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Die Systemrelevanz von Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes müsse über das Gehalt vermittelt werden, sagt Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder in SWR2. Es gebe eine Reihe von Berufen, die für unsere Gesellschaft existentiell seien, deren Entlohnung aber nicht dem entspreche, was sie leisteten.

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Die jetzige Tarifrunde könne nicht nur dazu beitragen, dass die Beschäftigten angemessen an wirtschaftlichen Entwicklungen teilhaben, sondern auch, dass strukturelle Defizite beseitigt würden. Gerade im Gesundheitssektor und bei den Pflegeberufen gebe es Nachholbedarf, sagt Wolfgang Schroeder. Die Tarifrunde sei ein geeignetes Instrument, die gesellschaftliche Anerkennung für Pflegeberufe zu stärken und diese stärker ins Scheinwerferlicht zu rücken.

Tagesgespräch Baden-württembergische Verdi-Vertreterin: "Arbeitgeber müssen eine Schippe drauflegen"

Kurz vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die stellvertretende baden-württembergische Verdi-Bezirksleiterin Hanna Binder noch einmal die Unzufriedenheit der Gewerkschaft mit dem aktuellen Arbeitgeberangebot bekräftigt. Das Argument der leeren Kassen sei nicht stichhaltig, sagte Binder im SWR2 Tagesgespräch. "Es gibt in 2020 bei den meisten Kommunen große Rücklagen, und 2021 bekommen sie viel Unterstützung vom Bund." Mit Blick auf die neue Verhandlungsrunde sagte Binder: "Wir werden weiter aktiv sein. Die Arbeitgeber müssen auf jeden Fall eine Schippe drauflegen."  mehr...

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Gespräch Verdi berät Tarif- und Lohnforderungen: Kurzarbeit kann nicht alles

Ab dem 18. Juni beginnen Arbeitgeber*innen und Gewerkschaften im öffentlichen Dienst, die nächste Tarifrunde vorzubereiten. Der Gewerkschaftsexperte Wolfgang Schroeder hat im Vorfeld der Verhandlungen Kritik an den Gewerkschaften geübt.  mehr...

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