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INTERVIEW

Ein Sieg von Labour-Chef Jeremy Corbyn bei den britischen Unterhauswahlen sei sehr unwahrscheinlich, so der Historiker Bernhard Dietz, Vorsitzender des Arbeitskreises Großbritannien-Forschung, in SWR2.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Das Land sei nach wie vor gespalten, so Dietz. Viele könnten das Thema Brexit nicht mehr hören und wollten es vom Tisch haben. Auf der anderen Seite gebe es viele, die Angst vor den Folgen hätten und sich ein neues Referendum wünschten.

Sollte unter Corbyn wider Erwarten eine Minderheitsregierung zustande kommen, müsse er das Versprechen eines neuen Referendums aber auch einlösen, außerdem ein neues Unabhängigkeitsreferendum in Schottland. Aber auch im Falle eines Wahlsiegs von Boris Johnson dürfe man sich keinen Illusionen darüber hingeben, dass der Brexit dann - wie Johnson es gerne darstelle - in einem Jahr erledigt sei. Der Austritt aus der EU sei hochkomplex und werde noch Jahre dauern, so Dietz.

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