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Seit 1981 lebt der Kulturwissenschaftler und Autor Rüdiger Görner in London. Seit 2004 lehrt er als Gründungsdirektor des Centre for Anglo-German Cultural Relations am Queen Mary College Literatur. Doch seine Interessen gehen weit über die eines Literaturprofessors hinaus.

Görner verfasst Gedichte und Romane. Und in den letzten Jahren befasst er sich gezwungenermaßen immer wieder mit dem Brexit, der jetzt vollzogen ist.

Zwischen den Anhängern und Gegnern des Austritts kommt „ein Dialog nur noch am Rande zustande, um das offen zu sagen”, beobachtet Görner, „weil eines immer wieder durchbricht in der britischen Kultur, das ist ein Traditionalismus, der eben unreflektiert ist. „Ismen” sind eben unreflektiert”.

Forum Historischer Abschied - Was ändert sich nach dem Brexit?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Franz-Josef Brüggemeier, Historiker, Universität Freiburg
Prof. Dr. Gerhard Dannemann, Großbritannien-Zentrum der Humboldt-Universität Berlin
Dr. Nicolai von Ondarza, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Gesprächsleitung: Michael Risel  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Politik Historiker Dietz zum Tag des Brexit: „Eine Reise ins Ungewisse, die uns alle angeht“

Als „Reise ins Ungewisse, die uns alle angeht“ wertet der Historiker Bernhard Dietz in SWR2 den Tag an dem Großbritannien die Europäische Union verlässt. Der Vorsitzende des Arbeitskreis Großbritannien-Forschung nennt den Brexit ein „Politik-Drama“. „Es gab viel zu erfahren, viel zu bestaunen“, urteilt der Experte, vieles sei auch unterhaltend gewesen. „Wir sollten diesen Tag in seiner historischen Dimension würdigen“, findet Dietz. Der Großbritannien-Experte bilanziert: „Der Brexit hat die Gesellschaft ist sehr stark gespalten“. Positiv sei, dass ein Teil der Bevölkerung ihr Pro-Europäertum entdeckt habe. Zum Austrittsvertrag, den Premierminister Johnson bis Ende 2020 aushandeln will, meint Dietz: „Johnson geht es darum, eine politische Drohkulisse aufzubauen“. In London und in Brüssel wisse man jedoch, dass bis zum Jahresende maximal ein Rumpfabkommen fertig sein könne.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Moment des Aufwachens: Der Brexit und seine Folgen für Kultur-Kooperationen

Der Brexit war für viele im Kulturbetrieb ein Aufwach-Moment, sagt Dr. Katharina von Ruckteschell-Katte, Leiterin des Goethe-Instituts in London. Das Referendum ließ im deutschen Institut viele fragen, ob vielleicht zu wenig getan wurde, um die Verbindung zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland zu stärken. Andererseits sei nun das Interesse an Kooperationen mit dem Goethe-Instituts stark gewachsen. Die Nachfrage an Bewerbungen für Austauschprojekte steige eher an, als das sie nachlasse. Es sei vor allem wichtig in den ländlichen Gebieten Projekte anzubieten, die der Wegfall europäischer Kulturfördergelder besonders hart treffe. Hier leben Menschen, die schon strukturell kaum mit Kultur in Berührung kommen, so von Ruckteschell-Katte. Nach der Wirkung des Brexits befragt, sagt die Leiterin des Londoner Goethe-Instituts: „Viele sind aufgewacht und haben gemerkt, dass es ohne die Kultur nicht geht. Wir bleiben Europäer und uns eint die europäische Geschichte“. Mit vielen Kulturprojekten die den Austausch und Dialog fördern, soll auch in Zukunft dafür gesorgt werden, dass der Graben zwischen Insel und Festland nicht allzu groß würde.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Der lange Weg zum EU-Austritt Brexit - Eine Chronologie über Rücktritte, Verhandlungen und Verträge

Es ist soweit: Das Vereinigte Königreich tritt aus der EU aus. Der Brexit hat die britische Politik und das Land gespalten, zwei Premierminister sind zurückgetreten. Die Brexit-Chronologie sehen Sie in der Multimedia-Reportage.  mehr...

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