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Sonntagsfeuilleton mit Manuela Reichart

Alles fließt. Nichts bleibt wie es ist. Heute gewonnen, morgen zerronnen. Okay, da schaltet sich sofort der Klischee-Alarm ein. Aber irgendwie stimmt es trotzdem. Denn so ziemlich alles wäre sehr schnell weg, wenn es keine Orte, keine Räume, keine Vorrichtungen gäbe, die speichern würden. Wasser-Reservoirs. Gastürme. Festplatten. Tagebücher. Dachböden. Keller. Selbst Wolken, Seen und Flüsse sind Speicher. Wenn man so will.

Grund genug für die SWR2 Matinee, sich mit Segen und Fluch des Speicherns auseinander zu setzen.

Mit dem Gespensterheim, dem Dachboden, auf dem man immer etwas findet, und seien es Erinnerungen. Der Hamburger Speicherstadt. Und der Frage, was das Verschwinden der Speisekammern eigentlich über unsere Gesellschaft sagt.

Wir fragen, ob das Gehirn ein Speicher ist, erzählen die verwirrende Geschichte des Nachtspeicherofens und sinnieren darüber, was schlimmer ist: Ein gelöschter Speicher oder ein Speicher, den niemand niemals löschen kann…

Zu Wort kommen der Neurobiologe Prof. Tobias Bonhoeffer vom Max Planck-Institut in München; die Soziologin und Urbanitätsforscherin Andrea Baier von ANSTIFTUNG; sowie Prof. Christian Stöcker, Professor für Digitale Kommunikation an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

Redaktion: Michael Lissek
Musik: Raffael Rennicke

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