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Jüdische SchUM-Städte am Rhein - Speyer, Worms und Mainz sollen Weltkulturerbe werden

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AUTOR/IN
Igal Avidan

SchUM ist die Abkürzung für die lateinisch geschriebenen hebräischen Worte für Speyer, Worms und Mainz.

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SchUM war ein Verbund aus Religion, Architektur und Rechtsprechung, geprägt von der mittel- und osteuropäischen jüdischen Diaspora. Als Weltkulturerbe aufgenommen werden sollen etwa das um 1120 gebaute Ritualbad in Speyer, der Friedhof "Heiliger Sand" mit Synagoge und Ritualbad in Worms und ebenso der Friedhof "Judensand" in Mainz. Igal Avidan sprach mit dem Mainzer Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky, dem Mainzer Judaistikprofessor Andreas Lehnardt und der Historikerin Susanne Urban, Geschäftsführerin des SchUM-Städte-Vereins.

Jüdische SchUM-Städte am Rhein (Foto: IMAGO, epd)
Die Synagoge in Worms entstand im 11. Jahrhundert und wurde Vorbild für viele andere Synagogen. 1938 wurde sie von den Nazis niedergebrannt und abgerissen. Sie wurde originalgetreu wieder aufgebaut und 2011 mit einem großen Staatsakt eingeweiht. epd Bild in Detailansicht öffnen
Susanne Urban vor der Alten Synagoge in Worms Igal Avidan Bild in Detailansicht öffnen
Charles Dadoun am regnerischen Tag in der Synagoge in Worms Igal Avidan Bild in Detailansicht öffnen
Professor Lehnart auf dem „Denkmalfriedhof“ in Mainz Igal Avidan Bild in Detailansicht öffnen
Eingangstür des Jüdischen Gemeindezentrums in Mainz Igal Avidan Bild in Detailansicht öffnen
Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky vor dem Eingang Igal Avidan Bild in Detailansicht öffnen
Der Eingang zum Ritualbad in Speyer, eine der wichtigsten Stätten mittelalterlicher jüdischer Kultur in Deutschland. Danita Delimont Bild in Detailansicht öffnen
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