SWR2 am Samstagnachmittag - Sendungsmotiv (Foto: SWR, SWR - SWR)

SWR2 am Samstagnachmittag vom 6.8.2022

STAND

Kultur und Lebensart
Moderation:
Marie-Christine Werner
Musikredaktion: Lara Fischer
Redaktion: Franziska Kottmann

Themen der ersten Stunde

Hausbesuch: „Die Neugier ist der Treibstoff der Kreativität“
Carla Hornig auf Atelierbesuch beim Künstler Dorél Dobocan in Mainz

Klangraum Neue Klassik: Danae Dörken, „Odyssee“ (Label: Berlin Classics)
Ausgesucht von Lara Fischer

Dinge des Lebens: Sonnenbrille und Hängematten-Feeling: Der Sommer
Petra Haubner über eine ganz besondere Jahreszeit

Lesezeichen: „Otis und Otilie. Ein Pony zum Frühstück“ von Nina Dulleck
(Arena Verlag)
Mareike Gries stellt das Kinderbuch und seine Autorin vor

Netzkultur: Von Kleidung bis Kunst – Einkaufen über die Live-Shopping-Plattform WhatNot
Markus Schuler über einen neuen Trend in den USA

Themen der zweiten Stunde

Primär Prominent: Abenteuer Schwarzwald - Naturschutz vor der eigenen Haustür
Gespräch mit Nehle Roskam über das „Young Explorer Program“

Primär Musikalisch: Radical Face, „Welcome Home, Son"
Musikwunsch von Nehle Roskam

Gedichte und ihre Geschichte: Sarah Kirsch, „Der Droste würde ich gern Wasser reichen“
Vorgestellt von Kerstin Bachtler

Gastro Jet: Mild und zart: die Wachsbohne
Gespräch mit dem Genussforscher Prof. Thomas Vilgis, Physiker am Max-Planck-Institut in Mainz

CD der Woche: Oded Tzur „Isabela“ (Label: ECM)
Ausgesucht von Georg Waßmuth

Themen der dritten Stunde

Erklär mir Pop: „Ocean Eyes“ von Billie Eilish
Gespräch mit Prof. Udo Dahmen, Künstlerischer Leiter der Popakademie in Mannheim

Hörbar: Andrea Sawatzki, „Brunnenstraße“ (Osterwold Audio, 3 CDs)
Gelesen von der Autorin - vorgestellt von Leonie Berger

Museumsführer: Das Skulpturenfeld Oggelshausen
Thea Thomiczek über imposante Steinskulpturen in einer urzeitlichen Landschaft

Heimkino: „Tottori. Kopfüber ins Abenteuer” (Koch Media, DVD, VoD)
Mareike stellt den Familienfilm aus Norwegen vor

Wort der Woche: Resilienz
Gespräch mit Prof. Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler an der Universität Tübingen

Hausbesuch „Neugier als Treibstoff der Kreativität“ – Der Künstler Dorél Dobocan aus Mainz

Es gibt kaum Kunstwerke von ihm, die offen zeigen, was er erleiden musste. Der seit vielen Jahren in Mainz lebende Künstler Dorél Dobocan wurde 1951 in Rumänien geboren und gehörte der rumäniendeutschen Minderheit an. Seine Kindheit war geprägt von Fluchtversuchen und Gefängnis. Heute ist Dorél Dobocan ein international erfolgreicher Künstler und die Schwere seiner biografischen Vergangenheit erzählen seine Werke erst auf den zweiten Blick. Sein Atelier zeigt die Farbenpracht seiner Kunst, ein intensiv blauer Himmel und Papierflieger springen als starke Symbole ins Auge. Aber auch Fotografien erzählen von vielen wichtigen Begegnungen in seinem Künstlerleben.  mehr...

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Literatur Das Kinderbuch „Otis und Otilie“ von Nina Dulleck

Die in Rheinhessen lebende Nina Dulleck zählt aktuell zu den gefragtesten Illustrator*innen von Kinderbüchern. Unter anderem zeichnet sie die Bilder für die erfolgreichen Reihen „Die Schule der magischen Tiere“ und „Die Haferhorde“.
Das Malen hat sie sich selbst beigebracht, genauso wie das Schreiben, denn Nina Dulleck verfasst auch eigene Bücher. Ihr neuestes Werk heißt „Otis und Otilie“. Darin geht es um ein winziges Zirkus-Pony, eine schlecht gelaunte Oma und darum, wie diese zwei unterschiedlichen Lebewesen zueinander finden.  mehr...

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Netzkultur Neuer Tech Trend – Live-Shopping-Plattform „whatnot"

Auf der Plattform „whatnot" können Sammlerinnen und Sammler gebrauchte Waren wie Baseball-Karten, Briefmarken oder Action-Figuren verkaufen. Live-Shopping Plattformen in den USA bekommen immer mehr Zulauf. Erst letzte Woche hat whatnot in Los Angeles eine weitere Finanzierung über 260 Millionen US-Dollar erhalten. „whatnot" wird derzeit mit 3,7 Milliarden Dollar bewertet. In China boomt diese Branche bereits länger und verzeichnet mittlerweile einen Umsatz von 600 Milliarden Dollar.  mehr...

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Gespräch Abenteuer Schwarzwald - Nehle Roskam über das „Young Explorer Program"

Jugendliche begeistern für die Natur vor unserer Tür - das will die 2014 ins Leben gerufene Initiative der „Young Explorer", die einmal jährlich 16 junge Menschen für eine Woche einlädt in ein Camp im Nationalpark Schwarzwald. Ziel ist es, die Jugendlichen mithilfe von Fotografie und Film für die Schönheit der Natur vor der eigenen Haustür zu begeistern - und somit auch für den Umweltschutz.
Parallel zum achten Camp erscheint bei Knesebeck nun ein interessantes Buch, das zurückschaut auf die Erfahrungen der letzten Jahre. Mit Informationen zum Wald als Ökosystem, der Tierwelt dort, zur Klimakrise und der Bedrohung der Biodiversität. Hauptkoordinatorin des Buches „Abenteuer Schwarzwald. Der Natur auf der Spur“ ist Nehle Roskam von der Community der „Young Explorer". Die Community hat das Buch als Gemeinschaftswerk konzipiert und zusammen mit dem Knesebeck-Verlag veröffentlicht.
Bild 1, Fotograph: Niko Pallas
Bildunterschrift:
Teilnehmende des „Young Explorer Camps" 2021 auf einer Wanderung.
Das „Young Explorer Camp" ist ein Ort des Lernens. Die Teilnehmenden durchstreifen mit Rangern die wilde Natur im Nationalpark Schwarzwald, nehmen an Design-Thinking-Workshops teil, entwickeln eigene Umweltschutz-Konzepte und werden von Experten in das Handwerk von Fotografie und Film eingeführt.
Bild 2, Fotograph Kamil Derenzinski:
Bildunterschrift:
Indem die Jugendlichen im Schwarzwald mit der Kamera den Fokus auf Details lenken, schärft sich ihr Blick für die Schönheit der Natur, aber auch für die Bedrohungen, denen sie zunehmend ausgesetzt ist.
Das Konzept der „Yong Explorers" ist langfristig angelegt. Die Teilnahme am erlebnisorientierten Abenteuer-Camp ist zugleich die Eintrittskarte in die Community, die bereits mehr als 100 Mitglieder zählt und stetig wächst. Denn jeder und jede einzelne entwickeln nach ihrem Camp-Aufenthalt eigene Umwelt-Projekte weiter - und übernehmen damit Verantwortung für kommende Generationen.
Foto 3, Fotograph Kamil Derenzinski:
Bildunterschrift:
Teilnehmende des „Young Explorer Camps" 2021
„Die jungen Menschen sollen befähigt werden, positiven und exponentiellen ökologischen Wandel zu bewirken“, heißt es im Buch der Community „Abenteuer Schwarzwald". Denn: „Was man erlebt hat, das schätzt man. Was man schätzt, das schützt man."  mehr...

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Gedichte und ihre Geschichte „Der Droste würde ich gern Wasser reichen“ von Sarah Kirsch

Gemeinsam mit einer Freundin an einem Sommertag über Felder spazieren gehen und plaudern, das beschreibt die Lyrikerin Sarah Kirsch in einem Gedicht. Allerdings ist dieser Spaziergang utopisch, denn ihrer Begleiterin konnte sie nie real begegnen: Annette von Droste-Hülshoff, eine der wichtigsten deutschen Lyrikerinnen, die rund 140 Jahre vor Sarah Kirsch lebte. Dennoch gab es eine Seelenverwandtschaft zwischen beiden, und davon erzählt Sarah Kirsch in ihrem Gedicht „Der Droste würde ich gern Wasser reichen“.  mehr...

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Gastro Jet Kochen mit Genussforscher Prof. Thomas Vilgis - mild und zart: Die Wachsbohne

Wachsbohnen gehören zu den Hülsenfrüchten und sind blassgelb bis weiß. Die Sorten sind vielfältig: sie heißen Wachs Beste, Becker Nr. 18 oder Goldgabe, um nur einige zu nennen. Kulinarisch zeichnen sie sich durch ihre besondere Zartheit und Milde aus und werden bevorzugt für Bohnensalat verwendet. Wie bei allen Bohnen gilt natürlich auch hier: nie roh verzehren, weil sie das giftige Eiweiß Phasin enthalten, das sich aber beim Erhitzen abbaut.
Man kann die Wachsbohnen auch einkochen, aber Prof. Thomas Vilgis bevorzugt die frische Zubereitung - da es sie im Sommer nur kurze Zeit gibt, heißt es zugreifen! In seinem Rezept kombiniert unser Genussforscher die Wachsbohnen mit einem Sommerschweinebauch - und glasiert die Bohnen in Schweineschmalz und Pastis. Passend dazu wird der edle Schweinebauch zubereitet mit Sternanis, Fenchel und Kardamom. Eine reizvolle und ungewöhnliche Würzmischung, die ihre perfekte Ergänzung in einer raffinierten Rotweinsauce findet.  mehr...

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Jazz Meditative Kraft: Der israelische Saxophonist Oded Tzur mit „Isabela“

Fünf längere Kompositionen stellt der israelische Saxophonist Oded Tzur auf seinem aktuellen Album vor - gemeinsam mit seinen musikalischen Partnern Nitai Hershkovits (Piano), Petros Klampanis (Bass) und Johnathan Blake (Drums). Ausdrucksstark und nuancenreich agiert das Quartett und weiß den Klangvorstellungen von Oded Tzur in seinen ruhigen und zugleich kraftvollen Kompositionen zu folgen. Denn der 1984 in Tel Aviv geborene und heute in New York lebende Künstler folgt der Meditation bei der Vorbereitung seiner Musik - in ihr, so Oded Tzur, läge die größte künstlerische Schnittmenge mit seiner Art, Saxofon zu spielen.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Erklär mir Pop „Ocean Eyes“ von Billie Eilish

Mit „Ocean Eyes" begann für Billie Eilish eine ungewöhnliche Karriere: Der Song, komponiert von ihrem Bruder Finneas O‘Connell und von ihm im November 2015 auf Soundcloud veröffentlicht, wurde in nur wenigen Wochen mehrere hunderttausendmal aufgerufen. „Ocean Eyes" ist der erste Titel der damals erst 14-jährigen Sängerin, die schon bald als die „neue Queen of Pop" tituliert wurde. Durch ihr besonderes Outfit avancierte Billie Eilish zudem zur Stilikone.  mehr...

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Hörbuch Erschütternd: Andrea Sawatzki liest „Brunnenstraße“

Als Andrea Sawatzki acht Jahre alt ist, ziehen ihre Eltern zusammen. Doch das erhoffte Familienglück bleibt aus: Ihr Vater erkrankt an Alzheimer. Wenn die Mutter arbeitet, muss Andrea ihren Vater betreuen – eine Überforderung. Andrea Sawatzki schildert die Erinnerungen an ihre Kindheit nüchtern, aber schonungslos – und genau so liest sie auch: Als hochprofessionelle Schauspielerin, die gekonnt zwischen Kind und Erwachsenen differenziert, aber auch als autobiographisch schreibende Autorin, die sich mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit auseinandersetzt. Erschütternd, beeindruckend, hörenswert.  mehr...

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