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INTERVIEW

In Thüringen wird weiter beraten und diskutiert, wie die politische Krise im Land nach der Wahl und dem Rücktritt Thomas Kemmerichs (FDP) bewältigt werden soll. Der Erfurter Publizist Sergej Lochthofen über die Idee der „technischen Übergangsregierung“ in SWR2.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Für lange überlegt hält Lochthofen den Vorschlag von Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke), Christine Lieberknecht (CDU) an die Spitze einer „technischen Regierung“ in Thüringen zu wählen.

Lochthofen, der lange Chefredakteur der Regionalzeitung „Thüringer Allgemeine“ war, glaubt, Lieberknechts Partei könne diesen Schachzug nur schwer parieren, obwohl die CDU kein Interesse an Neuwahlen habe.

Der Thüringen-Kenner sieht als Grund für das Vorgehen Ramelows dessen gutes Verhältnis zu seiner Vorgängerin: „Man duzt sich — was zwischen Linken und CDU-Politikern sehr selten ist.“

Lochthofen meint, Neuwahlen bräuchten wegen einiger Gesetzeshürden noch etwas Zeit. Diese könne eine technische Regierung jedoch überwinden. Seine Prognose: „Thüringen unterhält weiterhin Deutschland“.

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