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INTERVIEW

Das Ende der Konsensgesellschaft lässt die Volksparteien schrumpfen, meint der Politikwissenschaftler Ulrich Eith. Das Ringen der CDU um Haltung gegenüber der AfD ist für den Professor an der Uni Freiburg ein Indiz dafür: „Heute wird es für sehr viel notwendiger angesehen, für sein spezielles Interesse einzutreten.“

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Politik funktioniere immer mehr über Personen. Das bedeute: „Es braucht eine Integrationspersönlichkeit, die die ganz unterschiedlichen Lager zusammenbinden kann.“ Die CDU sieht Eith in einem Dilemma der „Nullkommanull Zusammenarbeit“ mit den Lagern ganz links und ganz rechts.

Eith hält die Gleichsetzung von AfD und Linkspartei für falsch und fordert: „Politik muss in der Sache pragmatischer sein!“ Man könne sich nun nicht über lange Zeit eine „Auszeit“ nehmen, um die Frage von Parteivorsitz und Kanzleramt zu klären.

Ulrich Eith ist Professor für Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Außerdem ist er Direktor des Studienhauses Wiesneck, einem Institut für politische Bildung in Baden-Württemberg.

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