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INTERVIEW

Die Vorgänge in Thüringen seien ein Musterbeispiel dafür, dass die scheidende CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer dem öffentlichen Druck nicht standhalten konnte, sagt der Trierer Politologe Prof. Uwe Jun. Sie habe einen eher vermittelnden Führungsstil gehabt statt einer klaren Linie.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Es sei Kramp-Karrenbauer nicht gelungen, die verschiedenen Strömungen in der Partei zu integrieren — dennoch drohe keine Spaltung der CDU, so der Politikwissenschaftler.

Allerdings sei eine baldige Entscheidung über die neue Führung der CDU und des Kanzleramtes wichtig: „Im Moment stehen zwei Personen an der Spitze, die jeweils erklärt haben, sie wollen nicht mehr...Das ist zu viel der Unsicherheit.“

Uwe Jun ist Sprecher des Arbeitskreises Parteienforschung an der Universität Trier. Sein Fachgebiet ist das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Er hat unter anderem bereits an den Universitäten in Göttingen, Berlin und in Harvard/USA geforscht und gelehrt.

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