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„Der Alltag in der Corona-Pandemie hat sich für die Studierenden sehr drastisch verändert“, sagt der Kölner Jura-Student Raphael Neidhardt in SWR2. Er gehört zu den Initiatoren von „Uni zu“ und hat in einem offenen Brief an die Bundesregierung auf die schwierige Lage von Studierenden in der Pandemie aufmerksam gemacht.

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So macht Studieren keinen Spaß mehr

An den Universitäten habe die Corona-Krise vor allem zwei Folgen. Zum einen gehe die Motivation der Studierenden generell runter, „Studium macht keinen Spaß mehr, es gibt keine Perspektiven mehr, es ist alles immer gleich“, sagt Raphael Neidhardt.

Zum anderen leide auch die Lern-Qualität unter der Online-Lehre, auf die die Universitäten umgestellt haben. Alles sei jetzt rein Stoff-zentriert, es gebe keinen Austausch mehr und kein wirklich „akademisches Lernen im Sinne des Humboldtschen Universitäts-Ideals“.

Studierende benötigen eine eigene Stimme in der Krise

Sein offener Brief fordere keine sofortige Öffnung von Universitäten, bei der das Infektionsrisiko sehr groß wäre, sagt Raphael Neidhardt. Es gebe aber kreative Konzepte beispielsweise für kleine Lerngruppen. Und es müsse vor allem eine „Stimme für Studierende“ in der Krise geben.

Die psychologische und die wirtschaftliche Notlage von Studierenden werde derzeit in der Politik überhaupt nicht beachtet.

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