Tagesgespräch

Strack-Zimmermann: Eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ist derzeit kein Thema

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Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Strack-Zimmermann (FDP), geht nicht davon aus, dass die Situation im Ukraine-Konflikt eskaliert. In der Kontroverse geht es unter anderem um die Forderung Russlands, dass die Nato eine Zusage macht, auf Erweiterungen zu verzichten. Dazu sagte Strack-Zimmermann im SWR2-Tagesgespräch: "Die Ukraine hat ein großes Interesse, Mitglied der Nato zu werden. Das wurde ihr bisher verwehrt." Mit Blick auf Russland sagte sie: Europa habe eine eigene Sicherheitsstruktur, die nicht verhandelbar sei. Jedes Mitglied könne selbst entscheiden, wo es kooperiere.

Strack-Zimmermann sagte, Russland lebe "ein bisschen in der Vergangenheit". Man könne die Welt nicht mehr in einen russischen und einen US-Block einteilen, wie es im Kalten Krieg einmal gewesen sei. "Das ist eine Geschichte, die die Russen wieder hochziehen."

Europa müsse aufpassen, dass die aktuellen Ereignisse nicht verdreht würden. "Da ist ein Herr Putin, der zündelt. Und wir sollten kein Narrativ unterlegen, dass wir – also der Westen – es sind, der hier Feuer legen", sagte Strack-Zimmermann im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Ralf Hecht.

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