Gespräch

Story im Ersten „Das Afghanistan-Desaster“: Traumatisierte Soldat*innen, teilnahmslose Gesellschaft

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Martin Gramlich

„Ich habe sehr viel Wut, sehr viel Unverständnis und viele Fragen nach dem Sinn des Einsatzes bei den Soldaten und Soldatinnen gehört, die haben das Gefühl, sie haben ihren Kopf da umsonst hingehalten“, sagt die Regisseurin Rita Knobel-Ulrich über die Eindrücke, die ihre Protagonist*innen in ihrem Film „Afghanistan-Desaster“ schildern.

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Die Erlebnisse des Einsatzes prägen die Veteranen bis heute, ein Protagonist sei in Tränen ausgebrochen, ein anderer habe geschildert, dass er sich täglich neue Routen für den Weg zum Supermarkt suche – aus Angst vor Anschlägen. Vor allem die Gesellschaft und die Politik würden es an Anerkennung fehlen lassen.

Nachbarn würden sich nicht interessieren, selbst Lokalpolitiker*innen zeigten wenig Interesse. „Jetzt nachdem der letzte Einsatz zu Ende gegangen ist, da hätte ich schon erwartet, dass der Bundespräsident, die Kanzlerin, die Verteidigungsministerin sich bedanken.“ Auch im Bundestag müsste die Zustimmung für zukünftige Einsätze, so Rita Knobel-Ulrich, genauer geprüft werden.

Die Doku in der ARD Mediathek:

„Story im Ersten — Das Afghanistan-Desaster“ ist bis 11.10.2022 in der ARD Mediathek verfügbar.

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