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Am Aschermittwoch starten die Landtagswahlkämpfe in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Doch wegen Corona wird es keine Kundgebungen, keine Info-Stände und kein Klinkenputzen an der Haustür geben. Der Wahlkampf wird größtenteils digital stattfinden, mit Streamings und Podcast-Serien der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten. Die Parteien stelle das vor ganz neue Herausforderungen, sagt die Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele in SWR2.

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„Das, was vor allem deutsche Wahlkämpfe so auszeichnet, nämlich den Straßenstand, das Gespräch auf dem Marktstand, der Besuch von Spitzenkandidatinnen und -kandidaten und ihre Reden in Turnhallen, all das wird es dieses Jahr nicht geben“, sagt Römmele.

Es seien die zufälligen Begegnungen von Bürgern und Kandidatinnen auf der Straße am Wahlstand, die jetzt wegfielen. Statt in Kneipen und Ortsvereinen müssten Treffen nun digital stattfinden. Doch die Digitalisierung biete auch Chancen, wenn mit den Wahlveranstaltungen per Zoom andere Wählergruppen angesprechen werden könnten, die sonst eher nicht zu einer Wahlveranstaltung gehen würden.

Die Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele hat seit 2010 einen Lehrstuhl an der Hertie School of Governance in Berlin.

Forum Wahlkampf in der Pandemie - Lässt sich Demokratie digitalisieren?

Marie-Christine Werner diskutiert mit:
Prof. Dr. Claudia Ritzi, Politikwissenschaftlerin, Universität Trier
Martin Fuchs, Parteienberater und Blogger
Albrecht von Lucke, Politikwissenschaftler und Publizist  mehr...

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