Tagesgespräch

Staatsbegräbnis der Queen: Für britische Politikerin Wera Hobhouse "ein Höhepunkt und Endpunkt" der Trauerperiode

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AUTOR/IN
Sabine Hackländer

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Mit dem Staatsbegräbnis für Queen Elisabeth II. endet in Großbritannien eine zehntägige Trauerperiode. Für Wera Hobhouse, britische Parlamentsabgeordnete der Liberal Demokraten, ist der Tag in London ein würdiger Abschluss. "Es war ein Höhepunkt und Endpunkt", sagte die Politikerin im SWR2 Tagesgespräch. Man habe ein beeindruckendes Schauspiel erlebt, einen großen historischen Moment und den endgültigen Abschied vom 20. Jahrhundert. "Und jetzt muss Schluss sein, denn ich glaube, es ist Zeit, dass man ins 21. Jahrhundert schaut."
Die britische Parlamentsabgeordnete der Liberal Demokraten verwies in diesem Zusammenhang auf die Herausforderungen, die auf den neuen König zukämen. Charles III. habe zwar im Parlament bereits auf die Bedeutung der parlamentarischen Monarchie hingewiesen. Sie äußerte jedoch Zweifel, ob diese Botschaft alle Briten erreichen würde, "wenn es eine Generation gibt, die weniger auf Zeremonie, Respekt und Tradition steht".
Ob Charles III. die Herzen der Menschen in Großbritannien gewinnen könne, sei schwer vorherzusagen. "Er ist eine ganz andere Person. Er ist nicht so charmant wie die Königin war, als sie in den 1950er Jahren anfing." Insofern werde er Schwierigkeiten haben, das Volk auf die gleiche Weise zu begeistern, wie Elisabeth II. das hinbekommen habe.

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Sabine Hackländer