Gespräch

Sondersitzung der UNESCO zur Situation von Kulturgut im Ukraine-Krieg

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Die UNESCO überwache per Satellit zwanzig Kulturerbestätten in der Ukraine, um mögliche Beschädigungen festzustellen, sagt der Kulturjournalist Nikolaus Bernau in SWR2.

Bernau hat für SWR2 die Sondersitzung des Exekutivrats der UNESCO zur Situation in der Ukraine beobachtet. Der Vertreter der Ukraine forderte darin die Suspendierung Russlands aus allen Gremien der UNESCO. Als Reaktion gab es stehende Ovationen, „das ist in der UNESCO extrem unüblich“, so Bernau.

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Sieben Welterbestätten, mehr als 400 Museen und 3.000 Kulturstätten gibt es in der Ukraine – und der russische Angriff auf das Land gefährdet auch die Kulturschätze des Landes. Von Deutschland aus versucht die Initiative Kulturgutretter hier zu helfen: „Objekte werden vor Ort gesichert, sie werden an geschützte Orte gebracht, in Lwiw werden Monumente auf öffentlichen Plätzen mit Sandsäcken eingehaust“, sagt Katja Piesker von der Initiative Kulturgutretter.  mehr...

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Die Erweiterung der NATO und auch die neue Einschätzung Russlands als strategische Bedrohung bedeute nicht, dass das Militärbündnis seine Politik der Nichteinmischung in den Ukraine-Krieg ändern werde, sagt Oliver Thränert in SWR2, Sicherheitsexperte am Center for Security Studies der ETH Zürich. Die Entschlüsse auf dem NATO-Gipfel in Madrid zu einer verstärkten Präsenz neuer Kontingente im Baltikum, in Polen und Rumänien diene aber dazu, neue Angriffspläne Russlands möglichst im Keim zu ersticken.  mehr...

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Kulturmedienschau Friedenspreis für Serhij Zhadan kommt für die Ukraine zu spät | 28.06.2022

Der ukrainische Autor Serhij Zhadan wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2022 ausgezeichnet, „für sein herausragendes künstlerisches Werk“, heißt es in der Begründung, „sowie seine humanitäre Haltung, mit der er sich den Menschen im Krieg zuwendet und ihnen unter Einsatz seines Lebens hilft“. Eine Preisverleihung, die trotz ihrer zweifellosen Berechtigung auch ein bitteres Moment hat. Denn hätte die Öffentlichkeit dem Autor Serhij Zhadan schon früher die große Aufmerksamkeit erwiesen, die er jetzt erhält, wäre der Ukraine vermutlich einiges erspart geblieben.  mehr...

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Forum Krisengipfel der G7 – Kann sich der Westen neu erfinden?

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Tagesgespräch Europaparlaments-Vizepräsidentin Barley: Ukraine und EU brauchen Reformen

Die Vizepräsidentin des Europaparlaments, Katarina Barley (SPD), betont, dass sich alle Länder der Europäischen Union einig darüber seien, dass die Ukraine in die EU aufgenommen werden soll. Im SWR2 Tagesgespräch sagt sie, dass der Weg dorthin allerdings noch weit sei: "Es besteht auch eine Einigkeit darüber, das der Beitritt selbst erst erfolgen kann, wenn alle Voraussetzungen erfüllt werden, die auch alle anderen Staaten erfüllen müssen." Bei allen Kriterien - politisch, wirtschaftlich und juristisch - sei noch sehr viel zu tun. Es müsse sich aber nicht nur die Ukraine verändern - auch die EU brauche Reformen. Die größte und sichtbarste Baustelle sei das Prinzip der Einstimmigkeit: "Es geht nicht, dass ein Land wie Ungarn wichtige Fragen blockiert aus ganz egoistischen und sehr fragwürdigen Motiven." Außerdem müsse die "veraltete Agrarpolitik" der Europäischen Union überdacht werden, wenn die Ukraine als sehr großes, landwirtschaftlich geprägtes Land in die EU eintrete.  mehr...

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Song des Monats Der Juni-Song von Lars Reichow: Stell Dir vor, es ist Krieg

Seit Beginn des brutalen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine durchleben viele von uns eine unerträgliche Ohnmacht. Manche können die schrecklichen Nachrichten nicht mehr ertragen und schalten ab. Und Lars Reichow? Der wünscht sich einmal mehr, er könnte mit einem Lied ansingen gegen den Krieg und die Welt verändern...  mehr...

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Die EU könne der Ukraine schneller und besser helfen als durch den Status als Beitrittskandidat, sagt der Migrationsforscher und Politikberater Gerald Knaus. Der Status sei zwar die richtige Entscheidung, aber: Anstatt die zermürbende Erfahrung einer jahrzehntelange Warteschleife von Ländern wie Nordmazedonien oder Bosnien zu wiederholen, könne die EU dem Land Zugang zu den vier Grundfreiheiten bieten: Freizügigkeit für Menschen, Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das sei ein konkretes und erreichbares Ziel.  mehr...

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„Bittere Müdigkeit“ herrsche in der Ukraine angesichts der deutschen Zögerlichkeit bei Waffenlieferungen, sagt die ehemalige Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck. Sie ist kurz vor dem geplanten Besuch von Bundeskanzler Scholz in der Ukraine nach Charkiw und Kiew gereist.  mehr...

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