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Gerade in der Corona-Pandemie zeigten sich grundlegende Vorteile eines Krisen-Grundeinkommens, so Bernhard Neumärker in SWR2. Er leitet das Institut zur Erforschung des Grundeinkommens (FRIBIS) an der Universität Freiburg.

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Während die Hilfspakete in der Pandemie viele Menschen in ihren Notlagen unberücksichtigt ließen, könne auf ein Grundeinkommen jeder zugreifen. Er schlage ein „Netto-Grundeinkommen“ von 550 Euro monatlich für den Lebensunterhalt vor. Mietzahlungen sollten darin nicht berücksichtigt werden, sondern direkt an Vermieter*innen oder Banken überwiesen werden.

Neumärker unterstützt mit diesem Vorschlag eine Petition, die am 26. Oktober 2020 vom zuständigen Ausschuss im Bundestag diskutiert wird. Er erforscht mit Wissenschaftler*innen aus den Fächern Psychologie, Informatik, Erziehungswissenschaft und Theologie, wie sich das Projekt eines Grundeinkommens auf die Gesellschaft und die Staatsfinanzen auswirkt. Nach Neumärkers Ansicht hat die Pandemie die Notwendigkeit eines Umdenkens verdeutlicht, weil viele Menschen finanzielle Verluste erlitten hätten und der Staat mit herkömmlichen Mitteln keine Solidarität mehr erreichen könne.

Gespräch Studie zum bedingungslosen Grundeinkommen: Über eine Million Bewerbungen

Die Debatte übers Grundeinkommen informierter und evidenzbasierter machen, so ist das Ziel der Wirtschaftspsychologin Susann Fiedler vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern. Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Verein „Mein Grundeinkommen“ untersucht sie in einer dreijährigen Studie die Auswirkungen des bedingungslosen Grundeinkommens.  mehr...

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Gespräch PEN fordert Grundgehalt für SchriftstellerInnen: „Wir leben nicht nur von Luft und Liebe“

Angesichts der Corona-Krise hat sich Regula Venske, die deutsche Präsidentin der AutorInnen-Vereinigung PEN, für ein Grundeinkommen für SchriftstellerInnenn ausgesprochen. „Uns sind viele Einnahmemöglichkeiten weggebrochen. Viele von uns leben von Lesungen, Workshops und Moderationen“, so Venske im Gespräch mit SWR2. AutorInnen seien Saisonarbeiter, daher könne ein auf sechs Monate befristetes Grundeinkommen Abhilfe schaffen. „Wir sind immer noch das Land der Dichterinnen und Dichter. Die Politik hat die Bedeutung der Kultur in der Krise wiederholt betont und wir sind frustriert, wenn man die Kultur im Allgemeinen wertschätzt, aber im konkreten Fall den Künstler dann trotzdem darben lässt.“ Freie Autoren würden wegen ihrer besonderen Arbeitsbedingungen nicht durch die Soforthilfe für Solo-Selbstständige unterstützt.  mehr...

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SWR2 Wissen: Aula Grundrecht auf Absicherung

In Deutschland wird nach wie vor kontrovers über das Konzept gestritten, das angeblich eine Revolution nicht nur der Sozialsysteme verursachen soll. Dazu Prof. Bernhard Neumärker.  mehr...

SWR2 Wissen: Aula SWR2

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