STAND
AUTOR/IN

Es ist eine gute Zeit für Ufolog*innen und alle, die an Außerirdische glauben: US-Geheimdienste müssen Mitte Juni Geheimpapiere veröffentlichen, die darüber informieren, was sie über unbekannte Flugobjekte — kurz UFOs — wissen. Sogar der ehemalige US-Präsident Obama bestätigt in einer Talkshow, dass es Objekte im Luftraum gäbe, von denen man nicht wisse, woher sie stammen. Unsere Kulturmedienschau klärt auf, was es mit den Geheimpapieren auf sich hat.

Audio herunterladen (4,6 MB | MP3)

„UFOs, sie sind über uns“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Zeitung widmet sich einem der größten Rätsel des Universums — unbekannten Flugobjekten. Gerade sei die Nachrichtenlage spektakulär, wenn auch nicht ganz neu:

„Im Dezember 2017 kam die New York Times mit einer Titelgeschichte heraus, in der enthüllt wurde, dass das amerikanische Verteidigungsministerium damals 22 Millionen Dollar im Jahr für die Erforschung von UFOs ausgab. Seitdem haben seriöse Politiker und Militärs (…) davon gesprochen, dass es Bilder, Videos, Zeugenaussagen von Flugobjekten gäbe“, von denen man weder sagen könne, woher sie kommen, noch, warum sie können, was kein von Menschen geschaffenes Fluggerät kann.

Barack Obama in James Cordens Talkshow über UFOs:

Es gibt Dinge über Aliens, die ich nicht vor der Kamera sagen kann, so Obama. Doch warum sprechen Obama und Hobby-Ufolog*innen gerade jetzt wieder über Außerirdische?

Eine Trump'sche Verfügung

Schuld daran ist Donald Trump, der im Dezember 2020 verfügte, ohne dass jemand genau weiß warum, „dass die Geheimdienste innerhalb von 180 Tagen ihren Kenntnisstand veröffentlichen müssen“

Am 25. Juni 2021 wird es nun so weit sein. In der vergangenen Woche seien, so die FAZ, erste Details bekannt geworden – „sie besagen genau das, was man längst wissen konnte: dass die Existenz außerirdischer Wesen nicht bewiesen, aber auch nicht ausgeschlossen werden kann. Dass man für mindestens 120 Vorfälle aus den vergangenen zwanzig Jahren keine Erklärung habe.“

Auch in Deutschland gesichtet

Die FAZ nennt Beispiele aus Deutschland, wie den Bericht von Oskar Linke: 1950 war er im Süden Thüringens mit dem Motorrad zwischen Gleimershausen und Haselbach unterwegs. In einer Waldlichtung sah er ein Flugobjekt, das er als riesige Pfanne beschreibt — davor zwei Gestalten in metallisch glänzenden Anzügen, die sich zurückzogen, als sie Oskar Linke und dessen Stieftochter Gabriele bemerkten.

Was unidentifizierte Himmelserscheinungen angeht, so hat ein Sinneswandel stattgefunden: Piloten der amerikanischen Marine sollten diese melden, so berichtet das Magazin The New Yorker. Häme oder Zensur hätten sie nicht zu befürchten.

Das Pentagon veröffentlicht Videomaterial von UFO-Sichtungen:

Was wollen die Aliens?

Und doch bleibt die Frage: Was wollen die Wesen, die unbekannte Fluggeräte durch unseren Himmel manövrieren? Die FAZ ist sich sicher, die Besucher seien friedlich: „Wenn sie wollten, hätten sie uns längst viel Böses tun können mit ihrer überlegenen Technik.“

Wahrscheinlich verhalten sie sich zu uns, „wie wir uns zu den Tieren in einem Nationalpark verhalten: Sie betrachten uns als Spezies, die beobachtet, aber nicht gestört werden soll.“ Autor Clemens Setz zitiert dazu in der ZEIT, was Rainer Maria Rilke über das Schöne geschrieben hat: „Wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.“

Forum Ufos oder Hirngespinste – Was weiß das Pentagon?

Martin Durm diskutiert mit
Dr. Sibylle Stefanie Anderl, Astrophysikerin und Philosophin
Dirk Lorenzen, Journalist für Weltraumforschung
Clemens J. Setz, Schriftsteller  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Feature am Sonntag Wie spricht man mit Aliens?

Wer hat zuletzt ein UFO gesehen? Außerirdische sind etwas aus der Mode geraten. Aber nie waren wir auf ihre Ankunft so gut vorbereitet wie heute. Vor allem in Sachen Kommunikation ... lassen wir uns von Aliens nichts erzählen.  mehr...

SWR2 Feature am Sonntag SWR2

Hörspiel-Serie Das Djatlow-Massaker

Es ist eine wahre Geschichte: Am 25. Januar 1959 brechen sieben junge Männer und zwei junge Frauen zu einer Ski-Wanderung ins nördliche Uralgebirge auf. Sie dokumentieren die Expedition bis zum 1. Februar – danach enden die Aufzeichnungen. Dreißig Jahre später will der Sohn des Expeditionsleiters Igor Djatlow herausfinden, was der Gruppe um seinen Vater wirklich zugestoßen ist.  mehr...

STAND
AUTOR/IN