STAND
INTERVIEW

In der Corona-Krise wurden die Konfliktherde auf dem Globus aus dem Blickfeld verdrängt. Dabei ist die Welt keineswegs friedlicher geworden, sagt der Publizist Andreas Zumach im Gespräch mit SWR2: „Es gibt verschiedene Armutskonflikte in vielen Ländern des Südens, die mittelfristig zu mehr Gewalt, vielleicht sogar zu Terrorismus führen werden.“

Audio herunterladen (4,3 MB | MP3)

So gehe auch der Bürgerkrieg im Jemen weiter, ebenso der inner-libysche Konflikt und der Bürgerkrieg in Syrien. In den beiden letzteren Konflikten sei die EU mit Schlichtungsversuchen gescheitert, so Zumach.

Weitere Konfliktherde im Schatten der Pandemie: In Afrika scheinen die Islamisten an Boden zu gewinnen. Und der Iran hat seine Produktion an atomwaffen-fähigem Material hochgefahren. Der Lockdown war also keineswegs förderlich für den Frieden. Nur scheint es, dass die Welt weniger denn je gewillt ist, Frieden zu schaffen.

Das Internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI in Stockholm hat am 15. Juni seinen Jahresbericht für 2020 veröffentlicht.

Andreas Zumach ist Publizist in Genf. Sein Spezial-Gebiet ist die Beobachtung von Konflikten und Kommentierung von Friedensprojekten.

Gesellschaft Liegen bleiben für den Frieden – John und Yoko und die Bed-ins

Stell dir vor, es ist Krieg und alle bleiben einfach liegen. Unter diesem Motto blieben John Lennon und Yoko Ono in ihren "Bed-ins" 1969 einfach mal liegen. Als Kunst und als Protest.  mehr...

SWR2 Matinee SWR2

Literatur Philipp Bloms Essay "Das große Welttheater": Durch Geschichten die Welt formen

Zeitgeschehen ist Welttheater – mit diesem Grundgedanken hat der Historiker und Philosoph Philipp Blom einen Essay zum 100. Geburtstag der Salzburger Festspiele verfasst. Ein Appell an die Festspiele, sich ihrer Ursprungsidee zu erinnern, nämlich dem Frieden zu dienen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
INTERVIEW