Gespräch

Scholz-Besuch in den USA: Zweifel an der Bündnisfähigkeit ausräumen

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AUTOR/IN
Doris Maull

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Auch wenn Bundeskanzler Olaf Scholz sich nicht explizit Joe Bidens Drohung zum Ende von Nord Stream 2 anschließen wollte: Politikwissenschaftler Christian Lammert ist trotzdem überzeugt, dass zwischen der amerikanischen und der deutschen Regierung Einigkeit herrscht. Der Auftaktbesuch von Scholz habe insbesondere dazu gedient, gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Einigkeit zu signalisieren – und das sei gelungen, sagt der Leiter des John F. Kennedy Instituts an der Freien Universität Berlin. Dass Deutschland sich beim heiß diskutierten Thema Waffenlieferungen zurückhalte, komme auch für die US-Regierung nicht überraschend. Und so sei es wohl mehr die öffentliche Debatte gewesen, die zwischen Scholz und Biden Unstimmigkeiten sehen wollte. Scholz' Gespräche in den USA und der zeitgleich stattfindende Besuch von Außenministerin Baerbock in der Ukraine hätten deshalb vor allem zum Ziel gehabt, das Image des Drückebergers loszuwerden, erklärt Lammert.

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