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Es diskutieren:
Prof. Dr. Norbert Bolz, Medientheoretiker, Technische Universität Berlin
Dr. Anett Kollmann, Literaturwissenschaftlerin, Berlin
Prof. Dr. Stephan Porombka, Kulturwissenschaftler, Berliner Universität der Künste
Moderation: Burkhard Müller-Ullrich

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Unter allen Gaunern ist der Hochstapler die schillerndste Figur. Er ist kein einfacher Betrüger, sondern ein raffinierter Schauspieler. Er spielt mit dem, was in der Moderne als des Menschen kostbarster Kern gilt: die Identität. Er surft auf den Ehrerbietungs-Ritualen, die unsere Gesellschaft und Kultur prägen, und demaskiert sie gleichzeitig. Daher das Gefühl der Peinlichkeit, wenn man auf einen Hochstapler hereinfällt.

Doch geben wir nicht alle manchmal vor, etwas zu sein, das wir nicht sind? Rollenbehauptungen bilden die Grundlage des gesamten Lebens und eine gewisse Scharlatanerie gehört zum Rüstzeug für Erfolg und Karriere.

Nur - ab wann wird Dilettantismus gefährlich, in einer Welt des Spezialistentums und hochkomplexer Systeme?

Bücher zur Sendung:
Anett Kollmann, Mit fremden Federn. Eine kleine Geschichte der Hochstapelei, Verlag Hoffmann und Campe, 24. April 2018, EUR 22.-
Stephan Porombka, Felix Krulls Erben. Zur Geschichte der Hochstapelei im 20. Jahrhundert, Blumenkamp Verlag 2008, EUR 19,90

Psychologie Warum Menschen Hochstapler sind oder sich dafür halten

Über Hochstapler wird gerne berichtet. Kaum bekannt ist aber, dass viele erfolgreiche Menschen fälschlicherweise glauben, Hochstapler zu sein. Sie leiden am Impostor-Phänomen.  mehr...

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