Tagesgespräch

Sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen: "Wünsche mir klares Signal für Kampfpanzerlieferungen vom Kanzler"

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AUTOR/IN
Gerhard Leitner SWR Baden-Baden

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Der Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wächst, Kampfpanzer des Typs Leopard2 an die Ukraine zu liefern. Auch die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen, Sara Nanni, wünscht sich ein klares Signal dazu vom Bundeskanzler. Im SWR-Tagesgespräch sagte sie: "Wenn keine überzeugende Begründung vom Kanzler kommt, warum bestimmte - nicht rote, aber orangene - Linien gezogen werden, kann ich die Kritik an ihm gut verstehen und muss mich ihr auch stellenweise anschließen." Es gebe nur eine Sache, die das Leid in der Ukraine eindämmen könne und das sei eine gut ausgestattete ukrainische Armee, die damit die russische Aggression abwende.

Den neuen Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nahm Nanni dagegen in Schutz: "Gnade mit Herrn Pistorius – er ist erst wenige Stunden im Amt. Und dann ist es richtig, wenn er sein Haus fragen lässt, welche Bestände es denn gibt, auf welchem Wartungsstand sie sind und welche Lücken sie reißen würden." Aber die politische Entscheidung, dass Deutschland bereit sei, auch Kampfpanzer zu liefern, die müsse vom Bundeskanzler kommen und diese wünsche sie sich auch, so Nanni.

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Gerhard Leitner SWR Baden-Baden