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Safer Internet Day: „Fit für die Demokratie“ – Wie Demokratie gelernt werden kann

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Die Generation der „Digital Natives“, die mit dem Internet aufgewachsen ist, hat nicht automatisch die Kompetenzen für einen kritischen Umgang mit den sogenannten Sozialen Medien, sagt Christine Achenbach-Carret von der Universität Trier, wo sie an dem Projekt „Demokratiebildung in der digitalen Gesellschaft“ forscht und arbeitet.

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Die Kompetenz, Fake News von Fakten zu unterscheiden, muss vermittelt werden

Es sei nötig, jungen Menschen solche Kompetenzen zu vermitteln, zum Beispiel die Fähigkeit, vertrauenswürdige Quellen von Fakes zu unterscheiden. Diese Fähigkeiten müssten erlernt und trainiert werden. Wichtig sei dabei die Frage: „Wie erreiche ich Kinder und Jugendliche“.

Man müsse diese in ihrer Lebenswelt abholen und sie mit den wichtigen Fragen, eines aufgeklärten Verhaltens in digitalen Welten konfrontieren, meint Christine Achenbach-Carret.

Der wichtigste Raum für diese Aufklärung ist die Schule

„Wo liegen die Grenzen des Sagbaren? Wie kann digitales Cyber-Mobbing Menschen in der realen Welt verletzten? Wie hängen digitale Hetze gegen Geflüchtete und reale Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte zusammen?“ Mit solchen Fragen müssten sich Kinder und Jugendliche auseinandersetzen.

Der wichtigste Raum dafür sei weiterhin die Schule, ein Raum, wo man auf Menschen mit anderen Meinungen und anderen Lebenswirklichkeiten trifft und sich immer fragen muss, wie können wir als Gruppen funktionieren und wie kann jeder zu Wort kommen.

Der SWR beteiligt sich am Safer Internet Day 2022 mit dem Projekt „Enthasser“, einem Online-Training für den Umgang mit Extremismus im Netz.

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