Gespräch

Rücktritt gefordert: PEN-Mitglied Petra Reski über die Diskussion um Vereinspräsident Deniz Yücel

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Jan Tussing

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„Deniz Yücel kann seine Meinung zum Ukraine-Krieg vertreten, das ist ihm völlig unbenommen – aber er kann seine persönliche Meinung nicht als die des PEN darstellen“, sagt die Autorin Petra Reski im Gespräch mit SWR2. Reski, die seit 2012 Mitglied des deutschen PEN-Ablegers ist, fordert Deniz Yüksel zum Rücktritt auf, ähnlich wie die fünf ehemaligen PEN-Präsidenten Gert Heidenreich, Christoph Hein, Johano Strasser, Josef Haslinger und Regula Venske.

In einem Brief hatten sie diese Aufforderung damit begründet, dass Yücel sich beim Literaturfestival Lit.Cologne für eine Flugverbotszone in der Ukraine und somit für ein direktes militärisches Eingreifen der Nato ausgesprochen habe.
Petra Reski verweist darauf, dass die PEN-Charta vorsieht, dass sich die Mitglieder ebenso für die freie Meinungsäußerung wie auch für den Frieden einsetzen.

Yücel hat sich zu der Debatte inzwischen auf Twitter geäußert:

1– Da in der Welt derzeit nicht so viel los ist, ist was los im @PEN_Deutschland. Dazu ein paar kommentierte Links. Und Kommentare ohne Links.⬇️

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