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Heute, am 1. März 2021, startet die Berlinale – eigentlich: dieses Jahr erstmal nur als sogenanntes „Industry Event“ mit Streams für Presse und Filmbranche. Und die Kulturseiten fragen heute auch: was bedeutet das für das Festival?

Außerdem erschüttert wieder ein Rassismus-Eklat einen Sender: Bayern 3-Radiomoderator Mathias Matuschik hatte in seiner Live-Sendung die südkoreanische Popband BTS unter anderem abfällig „kleine Pisser“ genannt. Mit den hunderttausendfach geteilten Hashtags #We won’t be silenced und #German Racist Media oder #RacistBayern3 sah sich Bayern 3 Ende letzter Woche einem Rassismus-Eklat gegenüber, Moderator und Sender entschuldigten sich nun.

Weiteres Thema der Kulturmedienschau: Die Corona-Zermürbung wird in der Kulturszene immer deutlicher artikuliert.

Film Berlinale 2021: Digital und zerrissen

Im Kino können sich nur die sechs Jury-Mitglieder die Wettbewerbsfilme anschauen. Für Kritiker*innen und Fachpublikum ist die Berlinale 2021 ein rein digitaler Branchentreff. Der rote Teppich wurde abbestellt. Filme gibt es nur im Streaming. Das sei ein bisschen traurig, sagt Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek, aber es sei wichtig, den Filmmarkt schon jetzt stattfinden zu lassen. Im Sommer soll es dann ein kleineres Publikumsfestival in Berlin geben.  mehr...

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Gespräch Berlinale 2021 – „Eigentlich kein Festival“

Die Berline 2021 startet in diesem März unter Corona-Bedingungen – ohne roten Teppich, ohne Gala, ohne glamouröse Inszenierungen der Stars – als Branchentreffen. Diese Berlinale beginnt sehr sonderbar, sagt SWR2-Filmkritiker Rüdiger Suchsland. Die Fachbesucher*innen sehen die Filme nicht vor Ort, sondern vor ihren Computer über ein Film-Portal.
Wegen enger Zeit-Slots auf diesem Portal könnten Filmkritiker*innen gar nicht alle Filme sehen und so ihrer Aufgabe als Berichterstatter und dem Wunsch des Publikums nicht gerecht werden, erklärt Rüdiger Suchsland. Weil es keine Pressekonferenzen gebe, könnten Filmkritiker*innen auch keine Fragen stellen. Darüber hätten sich auch viele Filmemacher*innen beschwert, weil sie keine Reaktionen auf ihre Filme bekämen.
„Diese Berlinale sei eigentlich kein Film-Festival, meint Rüdiger Suchsland: „Kein Festival zu veranstalten, wäre die bessere und würdevollere Entscheidung gewesen.“  mehr...

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