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Die Menschen in Deutschland sind nicht so verängstigt, wie es in den Medien oft dargestellt würde, meint Risikoforscher Gerd Gigerenzer, Direktor des Zentrums für Risikokompetenz an der Universität Potsdam. Es gehe darum, das Risiko einzuschätzen und eben nicht überzubewerten.

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Im Umgang mit der Pandamie rät Gigerenzer, mehr zu experimentieren: „Wir leben in einer Situation von Ungewissheit und das Coronavirus zwingt uns dazu, auch kurzfristig zu experimentieren und dann zu sehen, was funktioniert“, meint Gigerenzer. Es gehe darum, das Risiko einzuschätzen und eben nicht überzubewerten, betont er.

Es gehe darum, unterschiedliche Gefahren abzuwägen. So gingen Herz- oder Krebspatienten nicht ins Krankenhaus, aus Angst sich dort anzustecken, benennt Gigerenzer ein Beispiel für Gefahrenüberschätzung. Doch: „Zu lernen, mit der Ungewissheit zu leben, ist auch das, was den Menschen zum Menschen mache“, betont der Risikoforscher.

Tagesgespräch Bundeselternrat: „Bauchweh“ bei Hygienekonzept an Schulen

Zum Beginn des neuen Schuljahres in Baden-Württemberg hat der Bundeselternrat das Corona-Hygienekonzept der Landesregierung kritisiert. "Da haben wir wirklich Bauchweh!", sagt der Vorsitzende des Bundeselternrates, Stephan Wassmuth im SWR Tagesgespräch. Bundesweit habe man das Problem, dass die Konzepte nicht einheitlich seien und die Kommunikation zwischen Gesundheitsämtern und Schulleitungen meist unklar sei. Wassmuth betonte, man hätte lieber in kleinen Gruppen starten sollen, so wie es vor den Sommerferien gewesen sei. Sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler hätten den Unterrichtsstoff schneller bearbeiten können und die Ansteckungsgefahr sei dann geringer. Ein weiteres großes Problem sei nach wie vor die Digitalisierung. Der Bundeselternrat fordert im SWR deshalb auch eine Pflicht-Weiterbildung für Lehrkräfte und klare Vorgaben der Kultusminister. Das Thema Digitalisierung müsse außerdem stärker in die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern integriert werden.  mehr...

SWR2 Tagesgespräch SWR2

Leben Mehr Angst vor der Medizin als vor der Krankheit – Corona in Kenia

Wegen der Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben viele Kenianer*innen kein Einkommen mehr. Vom Staat kommt wenig Hilfe. Aber die Bevölkerung wird aktiv. Von Bettina Rühl  mehr...

SWR2 Leben SWR2

Kohle statt Klatschen - Tarifrunde für den Öffentlichen Dienst

Der Shutdown im Frühjahr hat sie sichtbarer gemacht: die „Systemrelevanz“ von Pflegern, Krankenschwestern, Müllleuten, Erzieherinnen und Erziehern. Als „Helden des Alltags“ wurden sie in der Corona-Krise beklatscht – und sollen nun auch entsprechend entlohnt werden, finden die Gewerkschaften. 4,8 Prozent mehr Geld und weniger Arbeitsstunden fordern sie in der aktuellen Tarifrunde für die 2,4 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes. Für die Arbeitgeber ist das völlig überzogen, sie verweisen auf die Finanzlage der Kommunen zwischen wegbrechenden Steuereinnahmen und Pandemie-Mehrkosten.  mehr...

SWR2 Geld, Markt, Meinung SWR2

Reportage Musikunterricht in Zeiten von Corona: Schulbesuch am Gutenberg-Gymnasium Mainz

Gedanken an den Musikunterricht wecken auch in manchen Erwachsenen heute noch Erinnerungen an klavierspielende Lehrer, gemeinsames Singen oder Gruppendynamik durch das Orff-Instrumentarium. Da Musikunterricht nicht nur aus Theorie besteht, sondern aus gemeinsamen Aktionen wie Singen und Musizieren, treffen die Corona-Maßnahmen dieses Unterrichtsfach besonders hart. Eva Hofem hat den Musikunterricht am Mainzer Gutenberg-Gymnasium besucht.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Bildung GEW kritisiert Corona-Vorgaben zum Schulstart in Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft GEW hat vor dem Schulstart in Baden-Württemberg vor zu hohen Erwartungen an den geplanten Regelbetrieb gewarnt. Die Schulen seien wegen der Corona-Pandemie weit entfernt von Normalität, Schutzmaßnahmen könnten kaum eingehalten werden.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Gespräch Armutsforscher Butterwegge: Corona verschärft gesellschaftliche Ungleichheit

Über die Auszahlung des „Corona-Kindergelds“ ist der Armutsforscher Christoph Butterwegge „wenig euphorisch“, sagt er im Gespräch in SWR2. Um Familien zu unterstützen, komme diese Zahlung zu spät. Außerdem wäre ein „Ernährungszuschlag“ für Familien während der Krise viel sinnvoller gewesen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

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