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Regionalwahlen in Frankreich: Le Pens Durchmarsch ist krachend gescheitert

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Am Ende war es nur der dritte Platz für den rechten „Rassemblement National“ (RN) von Marine Le Pen. Vor allem im Südosten wurden die Rechtspopulisten deutlich geschlagen, in der Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur, wo die Partei von Le Pen auf ein Sieg in der Stichwahl gehofft hatte.

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Regionalwahlen in Frankreich waren noch nie ein Indikator für Präsidentschaftswahlen

„Der Durchmarsch der Rechtsextremen ist krachend gescheitert“, sagte in SWR2 Frankreichexperte Prof. Frank Baasner, der Direktor des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg.

Zwar seien Regionalwahlen in Frankreich noch nie ein guter Indikator für Präsidentschaftswahlen gewesen, doch es sehe nun so aus, als würden „die Karten neu gemischt“. „Das bürgerliche Lager spielt wieder mit“, sagte der Frankreichexperte mit Blick auf das überraschend erfolgreiche Abschneiden der Konservativen.

Ein Duell Macron - Le Pen bei der Präsidentschaftswahl ist noch unsicher

Die Wahlschlappe der Partei von Staatspräsident Emmanuel Macron, „La République en marche“ (LREM) habe gezeigt, dass es nicht gelungen sei, so Baasner, diese „schöne Erneuerungsbewegung“ in eine stabile, wahltaktische Partei zu überführen. Nach dem Wiedererstarken des konservativen und – mit Einschränkungen – auch des linken Lagers, sei nicht sicher, dass es bei der Präsidentschaftswahl 2022 zu dem angekündigten Duell Macron-Le Pen komme.

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