STAND
INTERVIEW

„Die Pandemie betrifft uns alle“, sagt Rapper Smudo von den „Fantastischen Vier“ in SWR2. Man könne sich jetzt hinstellen „und zu den Motzern gehören“ oder konstruktiv mitarbeiten. Smudo selbst ist finanziell an der App „Luca“ beteiligt, mit der die Kontaktnachverfolgung von Corona-Verdachtsfällen erheblich einfacher werden solle.

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Statt im Café, Restaurant oder Museum Zettel auszufüllen, könne man das mit „Luca“ digital erledigen – im großen Maßstab. Die App setze bei der Pflicht zur Dokumentation der Kontaktdaten in Gaststätten an, sagt Smudo, genau wie es das Infektionsschutzgesetz vorsehe.

Die Blickrichtung sei eine andere als bei der Corona-Warn-App. Es gehe darum, die Kontakt-Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter zu beschleunigen und dem „Datensalat“ einer Vielzahl von Besucher*innen-Daten schneller Herr zu werden.

Mit „Luca“ seien Anrufe vom Gesundheitsamt nicht mehr nötig, weil die App direkt mitteile, wenn das Gesundheitsamt auf die Daten von Besucher*innen eines bestimmten Ortes zugreife. Es sei völlig in Ordnung, dass der Staat sich auf solche privaten Produkte und Initiativen stütze.

Ende März 2021: „Luca“ soll in Baden-Württemberg eingesetzt werden

Mehrere Bundesländer, darunter auch Baden-Württemberg, haben inzwischen kostenpflichtige Nutzungsverträge mit dem Unternehmen abgeschlossen und wollen bei der Kontakt-Nachverfolgung auf die Luca-App setzen.

Die Corona-Warn-App des RKI wiederum soll mit dem neuen Update am 16. April 2021 ebenfalls eine Check-In-Funktion erhalten und weiter ausgebaut werden.

Kritische Stimmen zur Luca-App gibt es im Netz:

1/ Das eskalierte schnell! Für einen kleinen Teil des #LucaApp Gesamtsystems wurde gestern Quellcode in Auszügen veröffentlicht. Dies unter einer Lizenz, die den Widerwillen, mit dem das geschehen ist, nicht deutlicher hätte ausdrücken können. Pikantes Detail: Das Unternehmen

Kann mir einer erklären, warum die #lucaapp so abgefeiert wird, von Politik und Öffentlichkeit (außerhalb der Netzpolitik-Bubble) gefühlt kritiklos gepriesen wird und die funktionierende, transparente und datenschutzkonforme Corona-Warn-App so zerfetzt wurde und wird?

Thread: ich werde immer öfter zur #LucaApp gefragt, die Clustererkennung zB in Restaurants ermöglichen soll, deshalb hier meine aktuelle Position dazu: - mich überzeugt die App bisher überhaupt nicht (Gründe weiter unten) - mich beunruhigt die Euphorie staatl. Stellen zur App /1

Einchecken mit QR-Code Update: Corona-Warn-App mit neuen Funktionen

Die offizielle Corona-Warn-App hat neue Features: Ab sofort gibt es per Update einen Check-In für Restaurantbesuche oder Veranstaltungen und bald auch einen digitalen Impfpass.  mehr...

Freiburg

Freiburg Luca-App ab sofort aktiv

Die neue Luca-App zur Kontaktnachverfolgung kann ab sofort im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Breisgau-Hochschwarzwald eingesetzt werden. Das hat das Amt am Mittwoch mitgeteilt. Da das Gesundheitsamt Breisgau-Hochschwarzwald auch für die Stadt Freiburg zuständig ist, können nun Betriebe in der ganzen Region die Kontaktnachverfolgung mit Hilfe der App nutzen. Die Luca - App speichert 14 Tage lang Aufenthaltsorte des Nutzers. Sollte man Corona – positiv sein, muss man mittels einer TAN zustimmen, dass die Daten an das Gesundheitsamt weitergegeben werden. Das Luca-System fordert dann alle registrierten Veranstalter, Restaurants oder Einrichtungen auf, Datensätze möglicher Kontaktpersonen mit verschlüsselten Namen, Adressen und Rufnummern gegenüber dem Gesundheitsamt freizugeben. Privatpersonen können die App direkt im App-Store des entsprechenden Smartphone-Herstellers herunterladen.  mehr...

Coronavirus Lambda-Variante und Booster-Impfung: Das kommt auf uns zu

Man verliert so leicht den Überblick: Mittlerweile gibt es die fünfte bedrohliche Coronavirus-Mutation, bei jeder neuen stellt sich auch gleich wieder die Frage nach der Impfwirksamkeit. Wie sieht also der aktuelle Stand aus und wie wird sich das Coronavirus in Zukunft entwickeln?  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Medizin Welche Rolle spielt das Epstein-Barr-Virus bei Long Covid?

Etwa 15 bis 30 Prozent der Corona-Infizierten haben auch sechs Monate nach der Infektion mit Langzeitfolgen zu kämpfen. Ein Forschungsteam hat nun Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus, das die meisten in sich tragen, und Long Covid gefunden.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Forum Angst vor der vierten Welle – Welche Corona-Politik brauchen wir?

Gregor Papsch diskutiert mit
Prof. Dr. Bodo Plachter, Virologe, Universitätsmedizin Mainz
Prof. Dr. Teresa Koloma Beck, Soziologin, Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr, Hamburg
Prof. Dr. Claudia Wiesemann, Medizinethikerin, Universitätsmedizin Göttingen  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Medizin „Corona-Impfungen von Schwangeren sind unbedenklich“

Schwangere und stillende Frauen wurden bei Impfzentren wohl häufig abgewiesen, weil die Datenlage unklar war. Doch mittlerweile zeigt sich, dass die Impfung von Stillenden und Schwangeren für Mutter und Kind unbedenklich sind.
Christine Langer im Gespräch mit dem Gynäkologen Prof. Achim Wöckel  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Corona-Impfung Endlich sind auch Studierende an der Reihe: 30.000 Impfdosen für Hochschulen in Rheinland-Pfalz

Die Kampagne kommt gut an, sagt die rheinland-pfälzische Asten-Sprecherin Hannah Trippner in SWR2 zum Start von Impfungen an sechs rheinland-pfälzischen Hochschulen mit je 5.000 Biontech-Impfdosen. Die Impfaktion sei Ausdruck einer Wertschätzung, die vielen Studierenden bislang gefehlt habe, zumal sich alle in der Krise solidarisch verhalten hätten. Es sei zwar richtig gewesen, so die Studentin aus Landau, zuerst die vulnerablen Gruppen zu schützen. Man dürfe Betroffene nicht gegeneinander ausspielen. Dennoch sei die Impfaktion ein Schritt zu mehr Generationengerechtigkeit. Sie appelliere an alle Studierenden, von dem Impfangebot Gebrauch zu machen.
Einige Studierende an den Hochschulstandorten Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Ludwigshafen, Mainz und Trier seien bereits geimpft. Beispielsweise hätten Tutor*innen zur dritten Gruppe der Impfpriorisierung gehört. Zugleich hielten sich viele wegen des Online-Betriebs nicht am Studienort auf. Die Asten-Sprecherin geht deshalb davon aus, dass es bei der Impfaktion an den rheinland-pfälzischen Hochschulen nicht zu einer Überbuchung kommen wird.
Aus studentischer Sicht seien schnelle Impfungen unerlässlich, damit Studieren in Präsenz wieder möglich werde. „Diese Pandemie hatte viele Rattenschwänze für Studierende“, sagt Hanna Trippner. Dazu hätten neben dem reduzierten Studienangebot auch Vereinsamung und finanzielle Probleme gehört. Es sei daher wichtig, dass die Politik dies bei der Beurteilung des Studienverlaufs berücksichtigt habe und beispielsweise die Zahlung von Bafög verlängert werden könne.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Coronavirus Veränderte Blutzellen als Ursache von Long-Covid?

Auch nach einer überstandenen Corona-Infektion sind viele Patient*innen noch angeschlagen. Forschende aus Erlangen haben jetzt eine mögliche Erklärung für Long-Covid gefunden.  mehr...

SWR Wissen Corona Langzeitfolgen: Was wir über Long Covid wissen

Wer unter Long Covid leidet, der zeigt meist anhaltende Symptome noch Wochen nach einer akuten Coronainfektion. Wie kommt es zu diesem Phänomen? Wer ist betroffen? Und was können wir dagegen tun?  mehr...

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