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INTERVIEW

Die GroKo feiert ihre Halbzeitbilanz, begleitet von Beschwerden aus SPD und CDU, die Arbeit der Bundesregierung müsse dringend besser werden. Merkels Macht erodiere, und es sei nur logisch, dass deshalb auch in der CDU lang verdeckte Konflikte wieder aufbrächen, so der Journalist und Merkel-Biograph Ralph Bollmann von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Der CDU drohe eine chaotische Phase ähnlich wie nach der Zeit des Parteivorsitzes von Konrad Adenauer, als sich mit Ehrhard, Kiesinger und Barzel drei Vorsitzende in vergleichsweise kurzer Zeit verschlissen hätten. „So eine chaotische Phase werden wir jetzt auch wieder erleben, und manchmal habe ich meine Zweifel, ob die CDU als Volkspartei in dieser Form das überhaupt überleben wird“, so Bollmann in SWR2.

Tagesgespräch Bastian Schneider (CDU): "Kein ideales Erscheinungsbild der GroKo"

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union, Bastian Schneider, zieht eine gemischte Halbzeitbilanz der Großen Koalition. Schneider sagte im SWR2-Tagesgespräch, die Union sei vertragstreu. Allerdings strahle das Regierungsbündnis keine Euphorie aus. Politisch ist aus Sicht des Karlsruher Nachwuchspolitikers einiges erreicht worden. Allerdings habe die Bundesregierung noch viel Arbeit vor sich. Als Beispiele nannte Schneider das alltägliche Verkehrschaos oder den Anstieg der Mietpreise. Es werde viel zu viel über Personen geredet - die meisten Menschen würden sich aber nicht so sehr dafür interessieren wer Minister sei und wer in welchem Dienstwagen sitze. Schneider rief Union und SPD dazu auf, sich stärker auf Inhalte zu konzentrieren und Personalstreitigkeiten beizulegen. Dazu werde auch die Junge Union ihren Beitrag leisten.  mehr...

SWR2 Tagesgespräch SWR2

2. September 2019 - SWR1 Thema heute Gemischte Gefühle – Die Parteien und die AfD

Nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg sind Union und SPD erleichtert und geschockt zugleich. Es hätte schlimmer kommen können. Dennoch sind die Wahlerfolge der AfD drastisch: In einigen Gemeinden holt die AfD fast 50 Prozent der Stimmen.  mehr...

Juso-Chef Kühnert: SPD zurück zu ihren Wurzeln

Juso-Chef Kevin Kühnert fordert von seiner Partei, zur "traditionellen sozialdemokratischen Politik" zurückkehren. Die SPD solle einen erkennbaren Bruch zur Regierungspolitik einleiten. Das Klimapaket zeige wie viele andere Bereiche, dass man mit der Union nicht weiterkomme. Das Team Esken/Walter-Borjans sei das richtige für den Parteivorsitz, weil es für Glaubwürdigkeit stehe. Programme gegen Rechtsextremismus bräuchten dauerhafte Finanzierung, so Kühnert. Das Gespräch mit Juso-Chef Kühnert führte SWR-Korrespondentin Mirjam Meinhardt.  mehr...

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