Wort der Woche

Querdenker - erklärt von Bernhard Pörksen

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Markus Brock

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Los ging es im Frühjahr 2020 mit der Stuttgarter Initiative Querdenken 711, nach der Stuttgarter Telefonvorwahl. Längst gibt es in ganz Deutschland Querdenker, die gegen all die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstrieren.

Früher dagegen war der Querdenker eine Art Adelstitel, jemand der "quer denken" konnte und damit als besonders kreativ und flexibel galt, erklärt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen. Das habe sich jetzt fundamental geändert.

Heute beziehe sich der Begriff Querdenker auf diejenigen, die gegen die Corona-Maßnahmen protestierten und die, vielleicht aus politischer Naivität oder auch politisch beabsichtigt, sich nicht nach ganz von rechts abgrenzten und auch allerlei Verschwörungstheorien in ihrer Kritik der Corona-Maßnahmen verbreiteten.

Der Begriff Querdenken sei jetzt auf Dauer fundamental umgewertet und in einen neuen Kontext gestellt, meint Pörksen: "Diese Entwertung, Umwertung und Neukontextualisierung ist passiert und wird noch lange nachwirken."

Tandem Mit Querdenkern reden: Politikerin Karoline Preisler

Karoline Preisler aus Mecklenburg-Vorpommern erkrankte im März 2020 an Corona. Seitdem besucht sie Demonstrationen gegen die pandemiebedingten Beschränkungen, um sachlich über die Gefahren des Virus zu sprechen.

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