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„Camp Auschwitz“, „Civil War 6.1.2021“, Hörnermaske und Verschwörungsglaube: Millionenfach wurden weltweit die Bilder der Menschen geteilt, die am 6. Januar das Kapitol in Washington gestürmt haben. In der Selbstinszenierung der gewälttigen Eindringlinge zeigten sich Elemente der verschwörungstheoretischen QAnon-Welt, Vorstellungen von der Überlegenheit der weißen Rasse und auch antisemitische Motive, so der Münchner Kulturwissenschaftler und Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich in SWR2.

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Vor dem US-Kapitol haben scih tausende Trump-Anhänger*innen versammelt, um zu verhindern, dass der gewählte Präsident Joe Biden im Amt bestätigt wird. Sie erklimmen die Fassade und erstürmen das Gebäude. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / ZUMAPRESS.com | Essdras M. Suarez)
Vor dem US-Kapitol haben sich tausende Trump-Anhänger*innen versammelt, um zu verhindern, dass der gewählte Präsident Joe Biden im Amt bestätigt wird. Sie erklimmen die Fassade und erstürmen das Gebäude. picture alliance / ZUMAPRESS.com | Essdras M. Suarez Bild in Detailansicht öffnen
Bei den Protesten vor dem US-Kapitol wurden Medien-Crews angegriffen und ihr Material zerstört. Die Trump-Anhänger*innen sind bekannt für ihre Feindseligkeit gegenüber den „Mainstream-Medien“. picture alliance / AA | Tayfun Coskun Bild in Detailansicht öffnen
Ein Trump-Unterstützer mit Hörnern und im Bison-Kostum stimmt einen Sprechchor vor der Senatskammer im US-Kapitol an. picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Manuel Balce Ceneta Bild in Detailansicht öffnen
Ein Demonstrant hat der Statue des ehemaligen US-Präsidenten Gerald Ford in der Rotunde des Kapitols eine MAGA-Mütze aufgesetzt und eine Trump-Flagge in der Statue platziert. picture alliance / ZUMAPRESS.com | Miguel Juarez Lugo Bild in Detailansicht öffnen
Eine Gruppe von Trump-Unterstützer*innen, die das US Kapitol gestürmt haben, vereinigt sich zum Gebet. Sie haben es bis in die Rotunde geschafft. picture alliance / ZUMAPRESS.com | Miguel Juarez Lugo Bild in Detailansicht öffnen
Andere Demonstrant*innen dringen bis in die Räumlichkeiten des Senats vor. Dieser wird evakuiert. picture alliance / ZUMAPRESS.com | Miguel Juarez Lugo Bild in Detailansicht öffnen

Kennzeichnend sei für die Selbstinszenierung der Beteiligten, sich selbst die „Pose des Heldenhaften“ geben zu wollen. Wolfgang Ullrich: „Es ist eine irrsinnige Sehnsucht, Teil eines historischen Ereignisses, einer Revolution zu sein.“ Hier würden Vorstellungen nachgespielt, die sich letztlich aus Phantasie speisten – ein „Re-Enactment“ von Ereignissen, die in Wirklichkeit gar nicht stattgefunden hätten.

„Camp Auschwitz“ und „work brings freedom” (Arbeit macht frei).

Diskussion Angriff aufs Kapitol – Ist die Demokratie in den USA in Gefahr?

Trump-Anhänger auf den Stufen des Kapitols, im Sitzungsraum des Parlaments, grölend, marodierend, prügelnd. Auch am Tag nach den dramatischen Ereignissen haben die Bilder aus Washington nichts von ihrer verstörenden Wirkung verloren. Ein gewaltsamer Putschversuch, sagen manche. Wie gefährdet ist die amerikanische Demokratie?  mehr...

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Gespräch Trump-Anhänger stürmen US-Kapitol: Putschversuch im Zentrum der Demokratie

Wütende Trump-Anhänger stürmten am 6. Januar das Kapitol in Washington, um die Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden zu verhindern. Amerikanische Bürgerinnen und Bürger hätten noch nie versucht, das Kapitol zu stürmen, sagt der Politikwissenschaftler Michael Werz in SWR2. Es sei ein regelrechter Putschversuch gewesen.  mehr...

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Kulturmedienschau „Lock him up“ - Social Media-Schau zum Sturm auf das Kapitol | 7.1.2020

Als gestern Abend die Meldungen von den Ereignissen in Washington kamen, war für Kathrin Hondl auf einmal „nichts so alt wie die Zeitungen von heute“ … und sie hat sich auf Twitter begeben - für eine Social Media-Schau zum Sturm der Trumpisten auf das Kapitol in Washington  mehr...

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