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Boris Johnson sei nicht nur ein Politclown. Einen „Churchill-haften Geist“ und einen „quasi-diktatorischem Stil“ bescheinigt der Großbritannien-Kenner Rüdiger Görner dem britischen Premier am Jahrestag von dessen Amtsübernahme. Die Selbst-Stilisierung fasziniere die britischen Wähler, sagt der seit Jahrzehnten in London lebende Germanist im Gespräch mit SWR2.

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In seiner Partei, den Konservativen, verbreite Johnson erfolgreich ein Klima von Angst und Schrecken, meint Görner: „Diese Art von quasi-diktatorischem Stil, das war ziemlich entsetzlich.“ Nach dem Brexit und der Corona-Pandemie, die das Land so hart traf wie kein anderes in Europa, gehe es bei Johnson nun ums politische Überleben: „Wir wissen, dass er ein Strukturprogramm, vor allem für England, dringendst braucht. Aber wir wissen nicht, wie er das finanzieren will.“

Der Literaturwissenschaftler Prof. Rüdiger Görner lebt seit 1981 in Großbritannien. Er war Gründungsdirektor des Zentrums für Britisch-Deutsche Kulturbeziehungen und lehrt deutsche Literatur an der Queen Mary University in London.

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