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Es diskutieren:
Prof. Dr. Gerhard Dannemann, Humboldt-Universität, Berlin
Prof. Dr. Sabine Riedel, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Prof. Gabriel Felbermayr, Institut für Weltwirtschaft, Kiel
Moderation: Thomas Ihm

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Aus. Vorbei. Die Würfel sind gefallen. Mitte Juni 2020 erklärte Großbritannien, dass es nur noch bis zum Jahresende Mitglied im Gemeinsamen Markt der Europäischen Union sowie in der Zollunion bleiben werde.

Im Englischen kennt man den Begriff: the perfect storm. Der perfekte Sturm; das ist die maximale Katastrophe. Corona trifft das Vereinigte Königreich härter als alle anderen Länder Europas. Die laufende Rassismus-Debatte rüttelt am Nationalgefühl. Und nun auch noch der Brexit im Eiltempo.

Was bedeutet das für das zukünftige Verhältnis? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es noch?

Gespräch Brexit-Finale der EU mit Boris Johnson: Die letzte Chance zur Einigung

Wenn ein Handelsabkommen der EU mit Großbritannien noch gelingen könne, dann an diesem Wochenende, meint Nicolai von Ondarza, Leiter der Forschungsgruppe EU/Europa der Berliner Stiftung für Wissenschaft und Politik, in SWR2. Falls es nicht gelinge, drohe kommende Woche neue Unruhe aus London, werde die britische Regierung vermutlich ihr Binnenmarktgesetz wieder auf den Tisch legen, mit dem sie den bereits verabschiedeten Austrittsvertrag brechen würde. Für die kommenden Tage sei mit einer „Achterbahn der Gefühle“ und noch mit vielen „Irrungen und Wirrungen“ zu rechnen. Mit Blick auf die Nordirland- und die Schottland-Frage sowie die großen wirtschaftlichen Schäden infolge der Corona-Pandemie müsse die britische Regierung eigentlich Interesse an einem Abkommen haben. Boris Johnson allerdings schaue vor allem auf seine eigene Partei, in der er bereits stärker unter Beschuss gekommen sei.  mehr...

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