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Das Pariser Treffen zwischen der Ukraine und Russland sei „eine schöne Sache, aber die Hoffnungen sind begrenzt“, sagt Manfred Sapper von der Zeitschrift „Osteuropa“ im Gespräch mit SWR2.

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Allerdings habe die russische Seite kein Interesse, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu helfen. Selenskyj wiederum könne aus innenpolitischen Gründen nicht die Souveränität über die besetzten ukrainischen Gebiete aufgeben. Zudem zeige der Blick auf ähnliche Konflikte wie in Abchasien und Transnistrien, dass der russische Präsidentin Putin den Konflikt nicht beenden wolle. So habe Russland kürzlich 170.000 russische Pässe für ukrainische Staatsbürger in den umkämpften Regionen ausgegeben.

Die Sanktionen des Westens seien kein geeignetes Druckmittel, sondern „die zartesten Sanktionen, seit es Sanktionen gibt“. Zudem importiere beispielsweise Deutschland russische Kohle.

SWR2 Forum Hoffnung für den Donbass - Was bringt der Ukraine-Gipfel?

Es diskutieren:
Rüdiger von Fritsch, Diplomat, 2014 bis Juni 2019 deutscher Botschafter in Russland
Sergej Sumlenny, Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew
Dr. Cindy Wittke, Völkerrechtlerin und Konfliktforscherin, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg
Gesprächsleitung: Jürgen Heilig  mehr...

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