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„Sowohl Joe Biden als auch Kamala Harris gehen auf den progressiven, den linken Parteiflügel zu", sagt der Politikwissenschaftler und US-Innenpolitik-Experte Christian Lammert in SWR 2 am Morgen. Mit dem offiziellen Nominierungsparteitag der Demokratischen Partei der USA startet die heiße Phase im US-Präsidentschaftswahlkampf.

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Linke Inititativen werden aufgegriffen

„Kamala Harris hat im Vorfeld gerade klimapolitische Initiativen gestartet, das ist ein Programmpunkt, der von den Linken sehr stark vertreten wird“, erklärt Lammert. Aber auch bei den gesundheitspolitischen Vorstellungen sei man auf die Linken zugegangen.

Das demokratische Establishment hoffe, dass der linke Parteiflügel insbesondere durch Donald Trump diszipliniert werden würde. Die Demokraten hoffen dementsprechend darauf, die eigenen Wähler*innen stärker als in den Wahlen 2016 zu mobilisieren.

Oberstes Gebot: Wähler*innen zurückgewinnen

Man werde sich auch darauf konzentrieren ein paar Wählergruppen wieder zurückzugewinnen: „Da geht es um die weiße Arbeiterklasse. Aber da geht es auch um Frauen in den Vorstädten, die auch 2016 ziemlich stark für Trump gewählt haben. Und wenn man sich die Umfragen anschaut, dann funktioniert das auch, weil Trump abschreckt", so Lammert.

„Es steht zu befürchten, wenn dieser Wahlkampf noch weiter negativ wird, dass irgendwann auch die Gewalt auch auf den Straßen noch weiter zunimmt — und das ist natürlich kein gutes Bild für eine der ältesten Demokratien auf dieser Welt.“

Christian Lammert, Politikwissenschaftler

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