Gespräch

Nikolaus Bernau zu DDR-Plattenbauten als Denkmalschutz: „Es geht nicht um Ästhetik, sondern um ihre historische Bedeutung“

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Die Plattenbauten im damaligen Ost-Berlin an der Wilhelmstraße, eine von Geschichte geprägte Straße, werden unter Denkmalschutz gestellt. Sie waren ein wichtiger Teil im Wettbewerb der politischen Systeme. Dort wohnten große Namen der DDR wie Günter Schabowski oder der Kulturpolitiker Kurt Hager.

Aber dass die Unterschutzstellung jetzt passiere, kurz vor der Bundestagwahl und vor allem vor den Abgeordnetenhaus-Wahlen in Berlin, zeige, dass es auch eine politische Angelegenheit sei, erklärt Journalist und Kunsthistoriker Nikolaus Bernau.

Glosse Ikea-Katalog wird eingestellt: Ein Möbelkatalog, der moderne Gesellschaftsbilder schuf

Der Ikea-Katalog zeigte tolle Wohnküchen, als man Hausfrauen noch in die Funktionsküche verbannte. Früh gab es Bilder von Patchworkfamilien und von Menschen nichtweißer Hautfarbe, die im Katalog als Nachbarn auftraten, nicht als Migrantinnen. „Ikea zeigt mit seinem Katalog, wie das Leben nicht nur anders, sondern auch zivilisierter werden kann“, findet SWR2-Autor Nikolaus Bernau. Er bedauert die Entscheidung des Möbelkonzerns, künftig nur noch online für seine Produkte werben zu wollen.  mehr...

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Gespräch Bauen mit hoher sozialer Verantwortung: Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal erhalten den Pritzker-Preis 2021

„Jetzt hat ein Büro den Preis bekommen, das dezidiert mit bestehenden Gebäuden baut," sagt Nikolaus Bernau zur Nachricht, dass Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal den Pritzker-Architekturpreis 2021 erhalten. Das sei sehr besonders, denn ursprünglich sei der Pritzker-Preis ja für Starchitektur geschaffen worden.  mehr...

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Gespräch Humboldt-Forum: Bau der krassen Widersprüche

Das neue Humboldtforum verbindet norddeutschen Barock und zeitgenössische Architektur. Konzeptionell „krass unterschiedliche“ Ansätze, die auch in der praktischen Umsetzung kaum zusammenpassen, findet der Architekturkritiker Nikolaus Bernau. „Ein Gebäude, dass nur aus der Fassade entwickelt wurde. Fatal für das Museum und auch als Museumsgebäude vollkommen hinter der Zeit her.“ Vor allem wurden die Räume nicht den Bedürfnissen der geplanten Ausstellungen angepasst. Es sei daher ein Gebäude, das seinen Zweck verfehle. Immerhin wurde der Kostenrahmen beinahe eingehalten, allerdings zulasten der Qualität: „Man kann jetzt schon sagen, in zehn Jahren muss da ganz heftig renoviert werden.“  mehr...

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