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Das Café Hahn in Koblenz ist eine Institution, einer der erfolgreichsten und populärsten Musik- und Kleinkunstclubs der Region. Als Ausbildungsbetrieb macht das Café Hahn auch den Veranstalter*innen-Nachwuchs fit. Schwierig, wenn wegen Corona nicht geöffnet werden darf...

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Im Jahr 1981 hat Chef Berti Hahn den Laden seines Vaters übernommen – damals ein klassisches Café, nach dem Umbau bald ein beliebter Veranstaltungsort. 2014 wurde das Café Hahn sogar ausgezeichnet mit dem Live Entertainment Award als bester Club des Jahres.

Im Café Hahn lernen die Veranstalter*innen von morgen

Café Hahn Koblenz (Foto: SWR, Mareike Gries)
Die Auszubildenden des Café Hahn in Koblenz hoffen auf Veranstaltungen mit Live-Publikum. (v.l.n.r.: Finn Rouette, Leo Weber, Lina Bilo und Emma Olk) Mareike Gries

Corona macht dem Club nun schwer zu schaffen — auch den Auszubildenden. Die zukünftigen Veranstaltungskaufleute sollen lernen, Veranstaltungen zu planen, obwohl kaum Veranstaltungen stattfinden können.

Statt um Konzerte, müssen sich die Azubis nun um Stornierungen kümmern, statt abends Künstler*innen zu betreuen, helfen sie tagsüber im Service aus. So viel zu tun wie vor Corona gibt es in Pandemie-Zeiten aber einfach nicht.

Andere Tätigkeiten als in der „normalen“ Ausbildung

Deshalb muss improvisiert und anders organisiert werden — auch das Jubiläumsfest am 12. und 13. März 2021.

Als Livestream organisiert mit namhaften Künstlern wie Lars Reichow und Lulo Reinhart, schauen zeiteweise um die 3.000 Leute zu.

Weitermachen ist die Devise

Froh sind die vier Azubis vor allem, dass sie das Café Hahn weiter beschäftigt, in anderen Betrieben wurde ihren Mitschüler*innen einfach gekündigt.

Trotzdem wären mehr Leichtigkeit und eine langfristige Öffnungsperspektive schön. Mehr „richtige“ Veranstaltungen, wenn nötig mit Auflagen — denn: „Erfahrung ist das Beste in dem Job“, erklärt ihr Chef Berti Hahn.

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