Südwestrundfunk Neugewählter SWR Intendant Kai Gniffke: „Kultur ist immens wichtig“

Der Chefredakteur von ARD Aktuell, Kai Gniffke, wird neuer Intendant des Südwestrundfunks. Der Rundfunkrat des SWR wählte ihn im zweiten Wahlgang. Im Interview mit SWR2 sprach Gniffke über die Bedeutung von Kultur für den Südwestrundfunk und seine Vorstellungen von einer größeren Verbreitung der SWR Kulturangebote.

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Hohe Bindungskraft von Hochkultur und regionaler Kultur

„Kultur ist immens wichtig“, sagt der kommende SWR Intendant Kai Gniffke in seinem ersten Interview mit SWR2. Regionale Kultur und Hochkultur hätten hohe Bindungskraft in einer Zeit der Globalisierung, in der Suche nach Identität immer stärker werde.

„Wir sollten die Kultur beim SWR deshalb hegen und hüten“, so Gniffke. Das Kulturprogramm SWR2 werde nicht den programmlichen Erfolg der reichweitenstarken Popwelle SWR3 haben. Kai Gniffke: „Das ist aber auch gar nicht nötig. Wir wollen den Menschen auch etwas bieten, was andere Anbieter nicht machen.“

SWR leistet mit Klangkörpern eigenen Beitrag zum Kulturleben

Aus diesem Grund, so erklärt Gniffke, sei er „froh und glücklich, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich das leistet: Kulturwellen. Dass wir den Leuten kulturelle Ereignisse nahebringen, aber auch selbst unseren Beitrag mit unseren Klangkörpern, unseren Orchestern, unserem Vokalensemble einen Beitrag zu einem lebendigen Kulturleben in den Staatsvertragsländern leisten.“

Kulturinhalte, so Gniffke müssten dabei über das Radioprogramm SWR2 hinaus auch auf digitalen Plattformen, mit einer Multi-Plattformstrategie, Verbreitung finden.

SWR als Schrittmacher für Digitalisierung in der ARD

In seiner Bewerbungsrede vor dem SWR Rundfunkrat hatte Gniffke zuvor für ehrgeizige Reformen geworden. Der SWR wolle der Schrittmacher „in Sachen Digitalisierung in der ARD sein.“

Am Standort Baden-Baden möchte Gniffke, „dort wo es große Produktionskapazitäten gibt, wo SWR3 und die Dinger sitzen“ ein Innovationszentrum einrichten, sich mit Hochschulen und der Startup-Szene vernetzen. Sein Ziel: „Auch innerhalb der ARD und in Deutschland der Innovationstreiber Nr. 1 in der ARD sein.“

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