Politik

Neue Kulturstaatsministerin Claudia Roth: Vielfalt der Gesellschaft besser in der Kultur abbilden

STAND
AUTOR/IN

Die Welt gerechter und besser zu machen, auch mit kulturellen Mitteln – dieser Ansatz begleite sie seit ihrer Tätigkeit, beschreibt die neue Kulturstaatsministerin Claudia Roth von den Grünen ihr Selbstverständnis.

Audio herunterladen (3,8 MB | MP3)

Kultur ist das Grundnahrungsmittel der Gesellschaft

Dabei denkt Roth auch zurück an ihre frühe Zeit als Managerin der Politrockband „Ton Steine Scherben“ um Rio Reiser. Gerade weil sie Kultur als „Grundnahrungsmittel“ der Gesellschaft betrachte, nicht als Luxusprodukt, sorge sie sich um die freie Kulturszene, die durch die Corona-Pandemie in ihrer Existenz gefährdet sei.

Die Vielfalt der Gesellschaft soll sich in der Kultur besser abbilden

Kultur sei auch der Club, der Poetry Slam, die freie Szene. Roth will die Vielfalt der Gesellschaft in der Kultur künftig besser abgebildet sehen. „Wo sind die Menschen mit Migrationsgeschichte? Wo sind die LGBTI, wo sind schwarze Menschen? Da gibt es noch ziemlich viel Nachholbedarf“, so die neue Kulturstaatsministerin im Gespräch mit dem ARD Hauptstadtstudio.

Gespräch Claudia Roth wird Kulturstaatsministerin in der neuen Ampelregierung

„Wir hatten sie nicht auf dem Zettel“, kommentiert der Journalist Michael Köhler im Gespräch mit SWR2, die Ernennung von der grünen Politikerin Claudia Roth zur Kulturministerin. Sie habe sich weder für die Position beworben, noch habe sie sich empfohlen. Aber eine kulturelle Vergangenheit hat Roth schon: Sie war ehemalige Tourmanagerin der Band „Ton Stein Scherben“ und mal als Dramaturgin tätig. Mit ihr als Ministerin sei ein Paradigmenwechsel für die Kultur zu erwarten.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

25. Todestag des Ausnahmekünstlers Rio Reiser und sein musikalisches Erbe

Mit Rio Reiser starb vor 25 Jahren ein musikalischer Wegbereiter, der die deutschsprachige Rockmusik für immer veränderte. Doch die Verschmelzung von Authenzität, Politik und Emotion, die Reiser einst mit einer großen Portion Attitüde kombinierte, lebt weiter: durch zahlreiche musikalische Erb*innen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN