Diskussion Natürlich schwul – Wie gleichberechtigt leben Homosexuelle?

Es diskutieren:
Christian Deker, Fernsehjournalist, NDR Hamburg
Prof. Dr. em. Rüdiger Lautmann, Soziologe, Berlin
Gabriela Lünsmann, Anwältin, Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland
Gesprächsleitung: Sonja Striegl

Dauer

Frauen, die sich küssen. Männer, händchenhaltend beim Spaziergang. Ein schwuler Minister, eine lesbische Talkshow-Moderatorin. Gleichgeschlechtliche Paare vor dem Standesamt. Homosexuelle können in Deutschland weitgehend ein Leben wie Heterosexuelle führen.

Aber obwohl Homosexualität seit 30 Jahren keine offizielle Krankheit mehr ist, bieten fragwürdige Therapeuten und Seelsorger immer noch „Heilung“ an. Ihre sogenannten Konversionstherapien will Gesundheitsminister Spahn nun verbieten. Gesellschaftliche Akzeptanz hingegen kann er per Gesetz nicht verordnen. 40 Prozent der Befragten einer Studie fänden es unangenehm, die eigene Tochter, der eigene Sohn könnten homosexuell sein. 

Genau 50 Jahre nachdem in der Christopher Street in New York die große Befreiungsbewegung der Homosexuellen begann, wollen wir im SWR2 Forum fragen: Wie leben schwule und lesbische Menschen heute in Deutschland? Führen rechtliche Maßnahmen wie die Homo-Ehe oder das Verbot der Konversionstherapien zu mehr Toleranz? Und: Wieviel „Normalität“ wünschen sich Homosexuelle überhaupt?

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