Gesellschaft

Nahostkonflikt in der Popkultur: Antisemitismus auf Instagram und TikTok

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AUTOR/IN
Christian Batzlen

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Schon während der Eskalation des Nahostkonflikts im Mai 2021 ließ sich auf den von jüngeren Menschen genutzten Sozialen Medien wie Instagram und TikTok eindrücklich beobachten, wie sich ein auf Israel bezogener Antisemitismus als Teil der digitalen Popkultur ausbreitet.

Durch eine stärkere Politisierung des Mainstreams verspüren viele den Drang, sich positionieren zu müssen und teilten ohne hinreichende Kenntnis über den Nahostkonflikt Inhalte, die oftmals antisemitische Narrative bedienten, zeigt nun eine Studie der Amadeu-Antonio-Stiftung.

„Die folgen dann so Narrativen —ist Israel nicht auch nur eine Kolonialmacht, die Palästina unterdrückt?“, sagt Simone Rafael, Mitautorin der Studie. Und aus dieser Argumentation folge in postkolonialen Diskursen das Gefühl, man müsse Israel das Existenzrecht absprechen, so Rafael. Das passiere online recht viel.

Marc Grünbaum über den Fall Nemi El-Hassan: „Von einer Journalistin erwarte ich genauere Abwägung“

Nach langer Debatte hat sich der WDR endgültig gegen eine Zusammenarbeit mit der Journalistin Nemi El-Hassan entschieden, die 2014 an einer Demonstration mit antisemitischen Vorfällen teilgenommen hatte. Das teilte die Rundfunkanstalt am 3. November 2021 mit. Aus Sicht von Marc Grünbaum von der Jüdischen Gemeinde Frankfurt eine nachvollziehbare Entscheidung.  mehr...

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Gespräch Max Czollek zum Film „Plan A“: „Die jüdische Rache ist Teil der Popkultur geworden“

„Die Nakam, die jüdische Rache, ist mittlerweile Teil der Popkultur geworden“, sagt der Publizist und Lyriker Max Czollek. Der Film „Plan A – Was würdest du tun“ reihe sich kulturgeschichtlich unter anderem hinter „Inglourious Basterds“ von Quentin Tarantino und der Amazon-Serie „The Hunters“ ein, die von Nazi-Jägern in den 70er-Jahren handelt.  mehr...

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Vor 77 Jahren wurde Auschwitz befreit Holocaust-Gedenktag 2022: Erinnerung darf nicht zum Ritual werden

Juden und Jüdinnen, Sinti*ze und Rom*nja, Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranke fielen der grausamen NS-Vernichtungspolitik zum Opfer. Auch Homosexuelle, Zeugen Jehovahs und sogenannte Asoziale und Berufsverbrecher wurden von den Nazis systematisch verfolgt, gequält und ermordet. Ihrer und aller anderen Opfer der Nationalsozialisten – darunter auch politische Gefangene, Zwangsarbeiter*innen und Widerstandskämpfer*innen – wird seit 1996 am 27. Januar in Deutschland gedacht. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Seit 2005 ist er auch weltweit Gedenktag der Opfer des Holocaust.  mehr...

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Christian Batzlen