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„Die NATO hat, wie das ganze transatlantische Bündnis, unter vier Jahren Trump enorm gelitten, und sie hat auch ein Stück weit Schaden genommen“, sagt Ronja Kempin von der Forschungsgruppe Europa der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, mit Blick auf das virtuelle Treffen der NATO-Außenminister. Die Bemühungen seien aber da, jetzt ein Signal des Aufbruchs zu senden.

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Mit dem Beginn der US-Präsidentschaft von Joe Biden verbinde sich vor allem die Hoffnung auf einen atmosphärischen Neuanfang, so Kempin. „Aber in der Substanz ist natürlich auch ein Präsident Joe Biden darauf angewiesen, dass die Europäer in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik nun wirklich mehr Verantwortung übernehmen – zumindest was die Befriedung ihres unmittelbaren sicherheitspolitischen Umfelds angeht.“

Umgekehrt sei für die Europäer die unabgestimmte Politik der USA in zentralen Sicherheitskonflikten, beispielsweise in Afghanistan, zum Problem geworden. So wisse man letztlich nicht, welche Vereinbarungen Donald Trump derzeit mit den Taliban zu treffen versuche.

Politik Noch verteidigungsfähig oder schon „hirntot“? Die Nato vor dem Jubiläums-Gipfel

Die Nato stehe vor fundamentalen Problemen, so Jan Techau vom German Marshall Fund in SWR2. US-Präsident Trump habe kein Verständnis für die politische Bedeutung des Bündnisses.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Forum Auf Deutschland gezielt, die Nato getroffen - Trump zieht seine Truppen ab

Es diskutieren:
Justyna Gotkowska, Center for Eastern Studies, Warschau
Arthur Landwehr, SWR-Korrespondent, Washington
Dr. Claudia Major, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Moderation: Thomas Ihm  mehr...

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Tagesgespräch Ex-NATO-General Kujat: "Afghanistan-Einsatz nicht ohne USA fortführen"

Ex-Nato-General Harald Kujat sieht die Allianz mit dem von NATO-Generalsekretär Stoltenberg eingeleiteten Reformprozess auf dem richtigen Weg, ihren Platz in einer veränderten Weltordnung zu finden, die zunehmend geprägt sei von der Rivalität zwischen den USA, Russland und China. Im SWR Tagesgespräch warnte der ehemalige Vorsitzende des NATO-Militärausschusses davor, dass Europa in dieser neuen Machtarithmetik zurückfalle. Europa dürfe sich nicht von den Vereinigten Staaten instrumentalisieren lassen, wie es der abgewählte US-Präsident Trump versucht habe. Wegen dessen Entscheidung, die US-Soldaten aus Afghanistan abzuziehen, müssten auch die übrigen NATO-Staaten ihren Einsatz dort beenden.  mehr...

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