Kulturmedienschau

Nach offenem EMMA-Brief, nun ZEIT-Appell: „Abrüstung in der Ukraine, jetzt!“ | 30.6.2022

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Christian Batzlen

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Es ist noch nicht so lange her, da veröffentlichte das Magazin EMMA einen offenen Brief an Kanzler Scholz, wo 28 Intellektuelle und Künstler:innen forderten, keine schweren Waffen an die Ukraine zu liefern, denn es drohe sonst der 3. Weltkrieg. Nun haben in ZEIT unter anderem mehrerer dieser Verfasser*innen einen Appell zum Waffenstillstand veröffentlicht. Zudem die Meldung: Das gesellschaftspolitische Magazin „Rappler“ rund um Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa auf den Philippinen wird von der Politik geschlossen.

Kulturmedienschau Reaktionen auf den Offenen Brief der EMMA an Kanzler Scholz | 2.5.2022

In einem Offenen Brief der Zeitschrift EMMA haben sich viele prominente Intellektuelle und Kulturschaffende gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ausgesprochen: darunter Alice Schwarzer, Martin Walser, Juli Zeh, Harald Welzer, Alexander Kluge, Reinhard Mey oder Edgar Selge. Das Echo in den Medien und im Netz ist enorm.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Somalia und die Weizen-Blockade aus der Ukraine – „Es braucht jetzt wirklich einen Kraftakt“

Durch die Blockade von Weizenexporten aus der Ukraine hat sich die Hungersnot in den Ländern am Horn von Afrika drastisch verschlimmert. Die Sprecherin von UNICEF Deutschland, Christine Kahmann, nennt die Lage in Somalia im Gespräch mit SWR2 „katastrophal“.
Das Land importiere über 90 Prozent seines Bedarfs an Weizen aus Russland und der Ukraine. Kahmann erläutert: „Viele Familien in Somalia können sich Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten.“ Dass ein erstes Frachtschiff mit einer Ladung Weizen aus einem ukrainischen Hafen auslaufen konnte, ist für die Expertin ein „Hoffnungsschimmer“. Es gelte aber: „Die Lage in Somalia lässt sich nicht einfach entschärfen. Es braucht jetzt wirklich einen Kraftakt.“
Doch sei der Nothilfeaufruf von UNICEF und anderen Hilfsorganisationen bisher „drastisch unterfinanziert“. Auch wenn die Welternährungsorganisation WHO für Somalia noch nicht offiziell eine Hungersnot ausgerufen habe, gelte: „Bereits jetzt sterben die Kinder – wir dürfen jetzt keine weitere Zeit verlieren.“
Christine Kahmann ist seit 2020 Pressesprecherin des UNICEF-Komitee Deutschland; sie hat zuvor für die Hilfsorganisation „Action against Hunger“ gearbeitet.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Sergii Rudenko – Selenskyj. Eine politische Biografie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskji ist seit dem Überfall Putins ein Weltstar. Dabei war er im letzten Winter ziemlich angezählt. Seine Partei „Die Diener des Volkes“ war hervorgegangen aus einer Fernsehproduktionsfirma, deren Mitarbeiter auf einmal die Armee, den Geheimdienst und das Außenministerium leiteten. Erst der Überfall Putins machte aus Selenskji den Präsidenten, der Putin herausfordern konnte. Jetzt ist ein Buch auf Deutsch erschienen, das erzählt die ganze verworrene Geschichte des Machtwechsels in der Ukraine: Selenskji – eine politische Biographie. Wir sprechen mit dem Autor Sergii Rudenko.
Übersetzt von Beatrix Kersten, Jutta Lindekugel
Hanser Verlag, 224 Seiten, 24 Euro
ISBN 978-3-446-27576-8  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Wort der Woche Zeitenwende - erklärt von Bernhard Pörksen

Seit Ende Februar ist angesichts der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine und der Drohungsszenarien Wladimir Putins von einer „Zeitenwende“ die Rede. Eingeführt hat den Begriff Bundeskanzler Olaf Scholz auf Twitter und in seiner Bundestagsrede am 27. Februar. Deutschland hat seine Position, bei Kriegsgeschehen keine Militärhilfe zu leisten, erstmals seit 1945 gebrochen. Und die Europäischen Länder stehen mit ihren schwer geschnürten Sanktionspaketen gegenüber Wladimir Putin geschlossen ein für den Frieden und zeigen eine starke Solidarität mit der Ukraine. Der Krieg dort hat Europa verändert. Nun hat es seit dem Zweiten Weltkrieg etliche brutale politische Auseinandersetzungen und Kriegssituationen in Europa gegeben - und auch andere einschneidende Entwicklungen - etwa 9/11 oder der dramatisch verlaufende Klimawandel - werfen die Frage nach einer „Zeitenwende“ auf. Prof. Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler an der Universität Tübingen, erklärt seine persönliche Einschätzung des Begriffs in der aktuellen europäischen Kriegssituation und darüber hinaus.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Medizin Ukraine: So versorgt man versehrte Soldaten mit Prothesen

Bisher waren sie in der ukrainischen Gesellschaft nahezu unsichtbar: Amputierte und Menschen mit Behinderung. Doch durch den Krieg benötigen plötzlich Hunderte junger Soldaten Prothesen, um weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Kriegsfolgen Ukraine: So hilft ein Zoo seinen hungernden Tieren

Die Tiere im Privatzoo „12 Monate" nahe Kiew haben Schlimmes erlebt. Im Frühjahr mussten sie über Wochen hinweg Kriegslärm, Kälte und Hunger ertragen. Nun versucht der Zoo, zum Normalbetrieb zurückzukehren.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Krieg Resilienztraining für ukrainische Soldaten

Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Psyche. In Präventionskursen der Armee werden nun Experten ausgebildet, die ihr Wissen an Soldaten weitergeben. Die Bewältigungsstrategien sollen posttraumatischen Belastungsstörungen vorbeugen.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Gespräch Trotz fehlender militärischer Erfolge: Der russische Krieg in der Ukraine droht lange weiterzugehen

Der Abnutzungskrieg zwischen Russland und der Ukraine könne möglicherweise noch Jahre weitergehen, sagt der Politikwissenschaftler Manfred Sapper in SWR2, Chefredakteur der Zeitschrift "osteuropa". Dabei seien auf beiden Seiten inzwischen vermutlich etwa 20- bis 30-tausend tote Soldaten zu beklagen.
Wenn der russische Präsident Putin öffentlich erkläre, dass alles nach Plan verlaufe, lasse sich das nur noch als Zynismus begreifen, so der Osteuropa-Experte. Die russische Offensive im Donbass, bei der Städte in Schutt und Asche gelegt und Menschen wahllos getötet würden, habe dabei gerade einmal Geländegewinne von 30 Kilometern gebracht. Das sei kein militärischer Erfolg.
Unverändert gingen die militärischen Führungen von Ukraine und Russland davon aus, dass ein Waffenstillstand schlechter sei als eine Fortsetzung der militärischen Anstrengungen. Zugleich achte Moskau penibel darauf, vor allem Berufssoldaten aus fernen Regionen des Landes in der Ukraine einzusetzen, nur wenige aus Moskau oder St. Petersburg, um Widerstände dort nicht zu vergrößern.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

SWR2 Leben Wenn der Krieg in die Stadt kommt – Uschhorod, Ukraine

Seit Beginn des Krieges sind tausende Seit Beginn des Krieges sind sehr viele Menschen in den Westen der Ukraine geflohen. Christiane Seiler hat in der Kleinstadt Uschhorod Einwohner*innen und Geflüchtete getroffen.  Von Christiane Seiler  mehr...

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Christian Batzlen