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Auf dem afrikanischen Kontinent werde es zuerst zu einer Wirtschaftskrise kommen, befürchtet der Wirtschaftswissenschaftler Robert Kappel in SWR2 am Morgen. Darauf folge dann die Gesundheitskrise.

„Mit dem Höhepunkt der Covid19-Krise rechnet man erst im Juni, d.h. noch ist ein bisschen Zeit, um in Form von Eindämmungsmaßnahmen gegen die Krise vorzugehen. Und wenn wir international solidarisch handeln und nicht nur auf uns selbst achten, dann könnten wir einen Beitrag dazu leisten, dass diese Krise doch nicht so stark wird, wie oft vermutet.“

Afrika sei weitgehend abhängig vom Außenhandel. Wenn die Nachfrage nach Rohstoffen oder landwirtschaftlichen Gütern durch die Krise abnehme oder sogar ganz einbräche, dann bestünde die Befürchtung, dass die Verschuldungskrise zunehme und eventuell die Hälfte der Arbeitskräfte verloren gingen. „Es geht wirklich ans Eingemachte“, so Kappel.

Robert Kappel war Professor an der Universität Leipzig und Präsident des GIGA Instituts für globale Studien in Hamburg.

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