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INTERVIEW

Das Landgericht Berlin hatte kürzlich entschieden, dass die Grünen-Politikerin Renate Künast Beleidigungen im Internet hinnehmen müsse. „Für Betroffene heißt das, dass es nichts bringen kann, rechtlich gegen solche Kommentare vorzugehen“, erklärt Anna-Lena von Hodenberg von der Organisation „Hate Aid“ im Gespräch mit SWR2.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

„Hate Aid“ will Betroffenen, die Opfer von Hass im Netz geworden sind juristischen Beistand leisten, um die Täter zivilrechtlich zu verfolgen. Die Auswirkungen des Urteils seien im Alltag der Beratungsstätte deutlich zu spüren. Betroffene würden die Wirksamkeit von Klagen nun bezweifeln.

Von Hodenberg berichtet von gezielten Attacken gegen bestimmte Akteure der Zivilgesellschaft, „um diese aus den Debatten im Netz herauszudrängen. Das ist problematisch für die Meinungsfreiheit, denn das Internet, wo wir unsere gesellschaftlichen Debatten verhandeln. Das Internet muss ein Ort sein, wo alle Stimmen Gehör finden.“

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