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Nach dem Fall Schlesinger – Wozu noch öffentlich-rechtlicher Rundfunk?

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Michael Risel diskutiert mit
Daniel Bouhs, SWR-Redakteur und ehem. Medienjournalist
Michael Hanfeld, Medienjournalist, FAZ
Dr. Leonard Novy, Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik

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Zu alt, zu teuer, zu links - an heftige Kritik, ob berechtigt oder nicht, sind ARD, ZDF und Deutschlandradio seit Jahren gewöhnt.

Doch seit der Affäre um die Ex-Intendantin des rbb, Patricia Schlesinger und dem Korruptionsverdacht beim NDR ist die Sendergemeinschaft angeschlagen.

„Was wir spüren, ist, dass es ein großes Bedürfnis gibt, darüber zu diskutieren: Was ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Zukunft, was ist er uns wert, welche Rolle soll und muss er in dieser Gesellschaft spielen.“

Ob beim Publikum oder in der Politik, immer öfter wird die Frage laut: Was kann und soll öffentlich-rechtlicher Rundfunk heute noch leisten?

„Mein Eindruck ist, dass sich die Sender und die Medienpolitik bei uns im Land die Bälle immer nur so zuspielen. Und zwar immer, dass er möglichst im Feld des anderen liegt, nach dem Motto: Tut ihr doch was!“ Reformen? Nee, das ist eine Aufgabe der Politik. Wieso? Das sollen die Intendanten machen! Und so geht das seit Jahren.“

Was geht - was bleibt? Zeitgeist. Debatten. Kultur. Der Fall Patricia Schlesinger: Wie muss sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk verändern?

Die Kontrollgremien der Rundfunkanstalten müssen besser ausgestattet werden, meint der Medienjournalist Stefan Niggemeier.

Im Fall um die scheidende RBB-Intendantin Patricia Schlesinger stehen Vorwürfe von Vetternwirtschaft im Raum. Das befeuert die Debatte um bessere Kontrolle, aber auch die Grundsatzdebatte über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Allerdings muss die Antwort darauf nicht unbedingt lauten "weniger Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk". Das erklärt die Kommunikationswissenschaftlerin Christiane Eilders in dieser Folge.

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