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Mit Gottes Hilfe? Die christlichen Kirchen und der Ukraine-Krieg

STAND

Marion Theis diskutiert mit
Dr. Sergij Bortnyk, Ukrainisch-Orthodoxe Kirche (Moskauer Patriarchat)
Dr. Regina Elsner, Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien
Dr. Reinhard Flogaus, Kirchenhistoriker

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Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill stützt das Regime Putin. Dagegen regt sich Widerstand – nicht nur in der Ukraine.

Geht das zusammen, Christentum und Krieg? Wie viel Politik spielt mit im Machtkampf der orthodoxen Kirchen?

Dossier Der Ukraine-Krieg — Hintergründe, Informationen, Fakten

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine militärisch angegriffen. Millionen Menschen sind seitdem aus der Ukraine geflüchtet, auch nach Deutschland. Unser Dossier zeigt die Hintergründe und Auswirkungen des Kriegs.  mehr...

Gespräch Kreml und Kirche gehen Hand in Hand – Die Rolle der russisch-orthodoxen Kirche im Ukraine-Krieg

„Ich bin zutiefst überzeugt, dass Putin kein gläubiger Mensch im eigentlichen Sinne ist“, sagt die Ostkirchen-Expertin Dagmar Heller. Putin benutze die russisch-orthodoxe Kirche für seine Ideologien, um seine Macht zu festigen.
Der Moskauer Patriarch Kyrill I. gilt als enger Verbündeter Putins. Gegen den Krieg in der Ukraine setze er sich nicht ein. Das zeige sich in seiner Antwort auf einen Brief des Ökumenischen Rats der Kirchen. Der Rat hatte ihn zuvor gebeten, sich für ein Ende des Krieges in der Ukraine einzusetzen. „Wer sich diesen Brief von Kyrill I. anschaut, dem fällt auf, er gibt keine Antwort auf die Bitte des Generalsekretärs des Ökumenischen Rats, sich an Putin zu wenden, um den Krieg zu beenden“, so Dagmar Heller. Kyrill stelle hingegen seine Sicht auf diesen Krieg dar.
Er sei der Ansicht, dass weder Russland noch die Ukraine Urheber dieses Krieges seien. Der Ursprung des Krieges liege zwischen den länger andauernden Konflikten zwischen Russland und dem Westen. „Er wirft also dem Westen vor, er habe die Einheit des russischen Volkes zerstören und einen Keil zwischen Russland und die Ukraine treiben wollen.“ Dagmar Heller nennt die russisch-orthodoxe Kirche einen Handlanger im russischen Staat.
In der Ukraine hingegen zeigen die beiden orthodoxen Kirchen eine überraschende Einigkeit. Heller habe allerdings die Hoffnung aufgegeben, dass die beiden orthodoxen Kirchen in der Ukraine auf Patriarch Kyrill einwirken könnten. „Sie können im Moment nur eine Rolle innerhalb ihres Landes spielen und sich einsetzen für die Verwundeten und die Notleidenden.“  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

Gespräch Osteuropa-Experte der Uni Mainz zum Ukraine-Krieg: Putin will zurück zum Zarenreich

Eine Personalisierung des Kriegs in der Ukraine als „Putins Krieg“ ist nach Ansicht des Mainzer Osteuropahistorikers Jan Kusber völlig gerechtfertigt. Im SWR2 Gespräch mit Rainer Volk begründet das der Leiter des Arbeitsbereichs Osteuropäische Geschichte: „Weil er die Entscheidung gegeben hat, weil er ein Machtgefüge um sich aufgebaut, das auf ihn ausgerichtet ist, weil es viel Menschen in Russland gibt, die sich gegen den Krieg positioniert haben.“  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Politik Russland und die Ukraine – Geschichte eines Krieges

Für Putin ist die Ukraine ein sowjetisches Konstrukt, den Einmarsch begründet er historisch. Der Konflikt um die ukrainische Unabhängigkeit reicht bis ins Mittelalter zurück.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

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