Gespräch

Denkschrift von Meron Mendel – „Was passiert, wenn Israel nicht mehr demokratisch ist?“

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Doris Maull
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Clemens Zoch

In seinem neuen Buch mit dem Titel „Über Israel reden – Eine deutsche Debatte“ greift der Autor Meron Mendel die Lage in Israel aus deutscher Sicht auf: Wo kann Israel kritisiert werden? Wo bricht sich Antisemitismus Bahn? Gerade hinsichtlich der neuen Rechtsaußen-Koalition von Benjamin Netanjahu müsse die deutsche Regierung ihr Sicherheitsversprechen gegenüber Israel genauer definieren, so Mendel in SWR2.

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Die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen Staatsräson, das habe erst kürzlich Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bei ihrem Besuch in Israel wiederholt. „Aber man weiß eigentlich nicht, was damit gemeint ist“, sagt Mendel bei SWR2, „dass im Ernstfall auch die deutsche Bundeswehr nach Israel geschickt werden würde, um die Grenze dieses Land zu schützen?“.

„Was passiert, wenn Israel nicht mehr demokratisch ist? Was passiert, wenn die jetzige Regierung wirklich ihre Pläne umsetzt?“

Die andere Frage sei für ihn, ob dieses Versprechen, dass Deutschland Israel gebe, auch an irgendwelche Bedingungen geknüpft sei. Gerade mit Blick auf die aktuellen politischen Entwicklungen unter der neuen Rechtsaußen-Koalition von Benjamin Netanjahu. „Was passiert, wenn Israel nicht mehr demokratisch ist? Was passiert, wenn die jetzige Regierung wirklich ihre Pläne umsetzt?“. Die deutsche Regierung müsse ihr Sicherheitsversprechen in dieser Hinsicht genauer definieren, fordert Mendel.

Meron Mendel ist Historiker und Leiter der Anne-Frank-Bildungsstätte. 2022 erläuterte er in einem ausführlichen Gespräch in SWR2 Zeitgenossen die Ziele seines gesellschaftlichen Engagements.

SWR2 Forum Aufruhr in Israel – Wie gefährdet ist die Demokratie?

Martin Durm diskutiert mit
Dr. Peter Lintl, Stiftung Wissenschaft und Politik
Prof. Dr.Meron Mendel, Direktor der Anne-Frank-Begegnungsstätte, Frankfurt
Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Historiker

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Meron Mendel in SWR2

Zeitgenossen Meron Mendel: „Mein Ziel ist, dass wir alle vorurteilsbewusst werden.“

„Dass die Künstler aus dem globalen Süden uns provozieren, ist an sich nicht zu kritisieren“, sagt Meron Mendel, der Leiter der Bildungsstätte Anne Frank Frankfurt. Rund um die Antisemitismusvorwürfe gegen die diesjährige Documenta hat sich der Publizist, Historiker und Pädagoge unermüdlich für den Dialog eingesetzt. Ohne Erfolg.

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