Gespräch

„Mehr Demokratie“-Vorstand Claudine Nierth: Wir brauchen Instrumente wie den Bürgerrat

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Am 13. Januar nimmt ein neuer bundesweiter Bürgerrat seine Arbeit auf. Seine 160 Mitglieder werden zufällig ausgelost, sie sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung nach den Kriterien Geschlecht, Alter, Bildung und Migrationshintergrund. „Ziel ist, dass der Bürgerrat Empfehlungen erarbeitet für die Politik“, sagt Claudine Nierth, Vorstandssprecherin von Mehr Demokratie e.V., in SWR2.

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Durch den Bürgerrat bekommt der Bundestag ein repräsentatives Stimmungsbild der Bevölkerung. Das helfe Abgeordneten bei ihrer Entscheidungsfindung, diene aber auch dazu, das Interesse an politischen Themen in der Bevölkerung zu steigern, so Nierth im SWR2 Gespräch.

Einen bundesweiten Bürgerrat gab es bereits 2019: Eine Gruppe zufällig ausgeloster Menschen trifft sich und redet über Politik. Sie setzt sich in etwa so zusammen wie die Gesamtbevölkerung. 160 Menschen kommen zusammen und und diskutieren über große Themen: Frieden und Sicherheit, die Wirtschaft, die EU, Nachhaltigkeit und Demokratie. „Deutschlands Rolle in der Welt“ ist das Thema des zweiten bundesweiten gelosten Bürgerrats im Jahr 2021. Organisiert und moderiert wird der Bürgerrat vom Verein „Mehr Demokratie e.V.“, flankiert von Unternehmen und finanziert von Stiftungen.

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